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Maskenpflicht gilt ab sofort überall in Brüssel

09:11
12.08.2020
Wegen stark steigender Corona-Infektionen muss in der belgischen Hauptstadt Brüssel ab sofort überall in der Öffentlichkeit ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Regel gelte für alle Personen, die älter als zwölf Jahre sind, teilte der Ministerpräsident der Region Brüssel-Hauptstadt, Rudi Vervoort, am Mittwoch mit. Grund sei, dass die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen die Schwelle von 50 pro 100.000 Einwohner überschritten habe. Zuletzt lag der Wert bei 54,4.

Brüssel löst somit die belgische Provinz Antwerpen als belgischen Corona-Hotspot ab. Dort waren die Regeln bereits Ende Juli deutlich verschärft worden. Mittlerweile sind die Ansteckungszahlen dort wieder rückläufig. Ausnahmen von der Maskenpflicht in Brüssel soll es beim Sport sowie bei intensiver körperlicher Arbeit auf öffentlichen Straßen geben. Ebenso sind Personen ausgenommen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können. Die neuen Regeln sollen von der Polizei kontrolliert werden. Sie gelten in der gesamten Öffentlichkeit sowie an privaten Orten, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Bislang musste in Brüssel nur auf ausgewählten Plätzen und Straßen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Die Maßnahme war bereits in der Vorwoche für den Fall angekündigt worden, dass der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten wird. Sie wurde mit den Bürgermeistern der 19 Brüsseler Kommunen abgestimmt.

Sarah Cames

Corona-Lockdown führt zu Rezession in Großbritannien

07:45
12.08.2020
Großbritannien ist wegen der Corona-Krise in eine Rezession gerutscht. Im zweiten Quartal schrumpfte die britische Wirtschaftsleistung um 20,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistikamt ONS am Mittwoch in London nach einer ersten Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Monate April bis Juni mitteilte.

Bereits im ersten Quartal hatten sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas Spuren der Corona-Krise gezeigt. In den Monaten Januar bis März war die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 2,2 Prozent gesunken. Sinkt die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer „technischen Rezession“. Experten hatte den Konjunktureinbruch im zweiten Quartal erwartet. Denn: Die harten Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren vor allem in diesen Zeitraum gefallen.

Nach dem Einbruch konnte sich die britische Wirtschaft aber ein Stück weit erholen. Im Juni stieg die Wirtschaftsleistung um 8,7 Prozent im Monatsvergleich, wie das ONS weiter mitteilte. Großbritannien zählte zu den Ländern in Europa, die von der Pandemie besonders stark getroffen wurden.

dpa