Erst Ende Juli kam eine detaillierte Karte von Luxemburg an die Öffentlichkeit, die das Infektionsgeschehen in Luxemburg bis auf die Postleitzahl genau aufschlüsselte.
Nun wurde erneut eine Karte publik, die die Neuinfektionen zwischen dem 22. Juni und dem 12. Juli bis auf die Gemeinde genau anzeigt - und nicht, wie sonst üblich - pro Kanton.
Veröffentlicht wurde die Karte - offenbar versehentlich, wie das Tageblatt berichtet - in einer parlamentarischen Antwort von Gesundheitsministerin Paulette Lenert an den ADR-Abgeordneten Jeff Engelen.
Eigentlich wollte die Kommunikationsstelle des Gesundheitsministeriums keine Karten mit Zahlen zu Gemeinden herausgeben. Sie hat sich bisher auf die Ebene der Kantone beschränkt.
Nun wurde diese Karte aber trotzdem in der parlamentarischen Antwort veröffentlicht. Das sei nicht glücklich aber auch nicht weiter schlimm, so eine Sprecherin des Ministeriums auf Nachfrage.
Die Karten, die bis auf Gemeindeebene reichen, seien nicht besonders aussagekräftig, erklärt sie weiter. Oft reiche es, vor allem in kleineren Gemeinden, dass es Fälle in einer oder zwei Familien gebe, um die Gemeinde in einen hohen Bereich schnellen zu lassen.
Andererseits könnten sich Personen, in Gemeinden in denen keine Neuinfektionen aufgezeichnet wurden in einer falschen Sicherheit fühlen. Weil die Karte nur den Wohnort und nicht den Ansteckungsort preisgibt.