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Acht Polizisten bei Corona-Demo in London verletzt

09:50
25.04.2021
Bei einem größeren Protest gegen die Corona-Maßnahmen in Großbritannien sind acht Polizisten verletzt worden. Sie seien am Samstagabend dabei gewesen, die Menschenmenge im Londoner Hyde Park zu zerstreuen, teilte die Polizei der britischen Hauptstadtregion am Samstagabend auf Twitter mit. Vereinzelte Menschen hätten Flaschen und anderes auf die Beamten geworfen.

Auch wenn zwei der Polizisten ins Krankenhaus gemusst hätten, sehe es nicht so aus, als ob jemand schwerer verletzt worden sei. Fotos in den sozialen Netzwerken zeigten unter anderem, wie eine Polizistin aus einer Schnittwunde am Kopf blutete. Fünf Personen wurden nach Polizeiangaben festgenommen.

Zuvor waren mehrere tausend Menschen am Samstagnachmittag trotz geltender Beschränkungen für Massenversammlungen durch London gezogen, um gegen die Corona-Maßnahmen in ihrem Land zu protestieren. Masken trug dabei so gut wie niemand. Dafür hatten zahlreiche Teilnehmer Protestschilder bei sich, die sich unter anderem gegen Corona-Impfungen sowie Impf- und Testnachweise richteten.

Jeff Wiltzius

Friedliche Proteste gegen Ausgangsbeschränkungen

06:33
25.04.2021
In einigen deutschen Großstädten haben am Samstagabend insgesamt mehrere hundert Menschen gegen die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Die Demonstrationen verliefen nach Angaben der Polizei friedlich. In Frankfurt zogen etwa 300 Demonstranten mit Plakaten durch die Innenstadt, einige zündeten dabei stark rauchende Feuerwerkskörper. In Hannover protestierten rund 100 Menschen. Beide Demonstrationen waren zuvor bei der Polizei angemeldet worden. In Berlin versammelten sich nach einem Aufruf im Internet spontan etwa 20 bis 30 Radfahrer zu einer Protestfahrt.

Die Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 Uhr und 5 Uhr gelten dann, wenn in einer Stadt oder einem Landkreis die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz (Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner) an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Dies ist derzeit sehr vielen Kreisen und Städten der Fall.

Im sächsischen Chemnitz war am Samstagvormittag eine geplante Demonstration von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen verboten worden. Von der geplanten Versammlung mit 5.000 Teilnehmern gehe in infektionsschutzrechtlicher Hinsicht eine konkrete und erhebliche Gefahr aus, urteilte das Oberverwaltungsgericht in Bautzen. Das Verbot wurde offensichtlich akzeptiert, größere Menschenansammlungen blieben am Samstag in Chemnitz aus. Es seien lediglich Kleingruppen angetroffen worden, die auf das Versammlungsverbot hingewiesen worden seien, hieß es von der Polizei.

Jeff Wiltzius