Letztes Update:
20210417083337

Minister Schneider: Zwei Patienten wegen Engpass von Herz-Lungen-Maschinen ins Ausland verlegt

08:33
17.04.2021
Minister Romain Schneider, der noch bis Montag Gesundheitsministerin Paulette Lenert in ihrem Amt vertritt, bestätigte am Freitagabend Berichte, wonach luxemburgische Patienten wegen eines Mangels an Herz-Lungen-Maschinen ins Ausland verlegt werden mussten. In einem Interview mit "RTL" erklärte er, es handele sich hierbei aber nur um einen temporären Engpass. Zwei Patienten seien in dem Zusammenhang ins Ausland verlegt worden, so Schneider.

Drei der insgesamt fünf Maschinen sind in Luxemburg für Corona-Patienten reserviert - diese Kapazität habe aber ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr gereicht. Mittlerweile seien aber wieder genügend Maschinen verfügbar. Luxemburg plant zudem, vier weitere Maschinen anzukaufen.

Sarah Cames

Hans kritisiert "Voll-Lockdown" und verteidigt Saarland-Modell

06:35
17.04.2021
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hadert mit der geplanten bundesweiten Corona-Notbremse, die auch Ausgangsbeschränkungen vorsieht. „Wenn wir jetzt erneut völlig unkreativ in einen weiteren Voll-Lockdown gehen, wird das zwar irgendetwas helfen“, sagte der CDU-Politiker der „Welt“ (Samstag). „Aber es wird auch für viel Verdruss sorgen“, fügte er hinzu.

„Nach 14 Monaten in der Pandemie kann ein modernes Land wie Deutschland, das sich auf die Fahnen schreibt, auch technologisch vorne zu sein, doch nicht auf alle Alternativen verzichten, auf Kontaktnachverfolgungen per App etwa oder regelmäßiges Testen mit Nachweisen, die digital geliefert werden können“, zitiert das Blatt den Regierungschef.

Der Bundestag hatte sich am Freitag in erster Lesung mit der bundesweiten Corona-Notbremse befasst. Eine Verabschiedung ist für kommenden Mittwoch vorgesehen. Der Bundesrat will sich am Donnerstag damit befassen. Kontaktbeschränkungen zum Brechen der dritten Corona-Welle sollen in Kreisen und Städten ab einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche greifen. Zudem sind Ausgangsbeschränkungen ab 21.00 Uhr geplant, sie sind aber umstritten.

Hans kritisierte am Entwurf für das novellierte Infektionsschutzgesetz auch die ausschließliche Ausrichtung von Maßnahmen an der Inzidenz und den fehlenden Ermessensspielraum für die Bundesländer bei der Wahl der Mittel. Kritik am bundesweit beachteten Modellprojekt für das Saarland, das auf Öffnungen auf der Basis von Schnelltest setzt, wies der CDU-Politiker zurück. „Modelle wie unseres müssen doch genau dann geschaffen werden, wenn die Zahlen hoch sind. Wenn die Inzidenz niedrig ist, kann ich einfach öffnen.“

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Sarah Cames