Letztes Update:
20201117163103

Türkei: Ausgangssperre für Menschen über 65, Touristen ausgenommen

12:35
05.08.2020
Touristen in der Türkei sind von der wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangssperre für Menschen über 65 Jahre ausgenommen. Darauf wies ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amts am Mittwoch in der Bundespressekonferenz in Berlin auf Nachfrage hin. Am Dienstag hatte sein Ministerium die Reisewarnung für vier der beliebtesten Urlaubsregionen in der Türkei aufgehoben.

Die Ausgangssperre für die über 65-Jährigen gilt in der Türkei schon seit längerer Zeit vor 10 Uhr morgens und nach 20 Uhr abends. Zwischen 10 und 20 Uhr können sie sich frei bewegen. Bei älteren Menschen ist die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs vergleichsweise hoch. Die türkische Regierung hatte vergangene Woche aber eine Aufhebung der Ausgangssperre in Aussicht gestellt.

Nach wochenlangem Zögern hatte die deutsche Bundesregierung die seit März geltende Reisewarnung für die Türkei am Dienstag für die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla aufgehoben. Allerdings müssen Touristen sich jetzt in den 48 Stunden vor der Ausreise auf Corona testen lassen und dafür zwischen 15 und 30 Euro bezahlen.

dpa

Minister: Rund 10 Millionen Infektionen in Afghanistan

12:03
05.08.2020
In Afghanistan haben sich laut Gesundheitsministerium bislang insgesamt schätzungsweise rund 10 Millionen Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt. Landesweit hätten sich einer Hochrechnung zufolge damit seit Beginn des Ausbruchs 31,5 Prozent der mehr als 30 Millionen Einwohner mit Sars-Cov-2 infiziert, sagte Gesundheitsminister Ahmad Dschawad Osmani am Mittwoch in Kabul.

In der Hauptstadt Kabul ist die Infektionsrate laut Ministerium mit geschätzt mehr als 50 Prozent besonders hoch. Für die Hochrechnung wurden in den 34 Provinzen Afghanistans aus 5760 Familien jeweils ein junges und ein altes Familienmitglied per Zufallsverfahren ermittelt und getestet. Danach seien die Ergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet worden. Das Verfahren der Studie sei international anerkannt, so Osmani.

In Afghanistan sind bislang nur knapp 37.000 Coronavirus-Infektionen durch Tests in den Krankenhäusern nachgewiesen worden. In dem Zusammenhang wurden insgesamt rund 90.000 Menschen getestet. Besonders viele Neuinfektionen wurden im April und Mai registriert, bis Anfang August sind diese Zahlen stark zurückgegangen.

Das Land leidet nach rund vier Jahrzehnten Konflikt und Krisen unter medizinischer Unterversorgung. Vielerorts mangelt es an Personal und dringend benötigter Schutzausrüstung gegen das Virus.

Sarah Cames