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20210402194812

Falscher Heilpraktiker wegen Corona-Arznei-Betrugs angezeigt

19:48
02.04.2021
Die Polizei in Italien ist einem Mann auf die Schliche gekommen, der sich als Heilpraktiker ausgegeben und Menschen vermeintliche Arznei gegen Corona verkauft haben soll. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Verdächtige seinen Kunden ein Pulver auf Kräuterbasis verkauft habe, das angeblich auch gegen die Krankheit Covid-19 helfen sollte, teilte die Finanzpolizei der Stadt Rimini an der Adriaküste am Freitag mit. Bei einer Razzia beschlagnahmten die Ermittler die Präparate. Anhand von Dokumenten gingen sie einer ersten Schätzung zufolge von mehreren Tausend Euro an Einnahmen je Monat aus.

Der Verdächtige konnte laut Polizei keine Bescheinigung oder einen Abschluss für seinen Beruf vorweisen. Der Fall wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, die nun wegen Betrugs und der missbräuchlichen Ausübung des Heilberufes ermittelt.

Sarah Cames

Johnson & Johnson testet Impfstoff an Jugendlichen

17:54
02.04.2021
Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson testet seinen Corona-Impfstoff nun auch an Jugendlichen. Zunächst soll der Impfstoff im Rahmen einer seit September laufenden klinischen Studie an einer geringen Zahl 16- und 17-Jähriger erprobt werden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Nach der Überprüfung der ersten Daten soll die Studie dann schrittweise auf eine größere Gruppe von jüngeren Jugendlichen - ab einem Alter von 12 Jahren - ausgeweitet werden. Johnson & Johnson arbeite daran, den Impfstoff in naher Zukunft auch an Schwangeren und Kindern testen zu können.

Die EU-Kommission hatte das Johnson-Mittel am 11. März zugelassen. In Deutschland soll er voraussichtlich ab Mitte April zum Einsatz kommen. Das Präparat, das von der Johnson-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt worden war, wird Erwachsenen ab 18 Jahren in einer Einzeldosis verabreicht. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca entfalten ihre volle Wirkung erst nach der Verabreichung von zwei Dosen.

Sarah Cames

Statistikamt: Knapp 224 000 Corona-Tote in Russland

17:51
02.04.2021
In Russland sind seit Beginn der Corona-Pandemie nach Angaben des nationalen Statistikamtes Rosstat rund 223.900 Menschen mit dem Virus gestorben. Diese Zahl, die aus am Freitag veröffentlichten Daten hervorgeht, ist deutlich mehr als doppelt so hoch wie in der offiziellen Corona-Statistik der Regierung. Dort ist von rund 99.600 Corona-Toten die Rede. Sie listet lediglich Fälle auf, bei denen Covid-19 als Todesursache bestätigt wurde. Diese Zählweise wurde immer wieder kritisiert.

Trotz vergleichsweise weniger offiziell gemeldeter Corona-Infektionen verzeichnet Russland viele Todesfälle. Im Februar starben laut Rosstat landesweit insgesamt 20,6 Prozent mehr Menschen als im Vorjahresmonat. Im Januar hatte die Übersterblichkeit sogar 33,9 Prozent betragen. Die Tageszeitung „Kommersant“ führte unter Berufung auf Statistiker etwa die Hälfte der zusätzlichen Sterbefälle auf das Corona-Virus zurück. Viele Menschen seien aber auch deshalb gestorben, weil das „Gesundheitssystem zusammengebrochen“ sei und Patienten mit chronischen Erkrankung praktisch nicht behandelt worden seien, schrieb das Blatt.

Am Freitag meldeten die Behörden etwa 8800 Corona-Neuinfektionen. Ende vergangenen Jahres waren es noch täglich weit mehr als 20.000. 400 Menschen seien mit dem Virus binnen eines Tages gestorben. Inzwischen warnen einige Experten vor der Gefahr einer dritten Infektionswelle in Russland.

Sarah Cames