Die belgischen Frisöre sind sauer. Denn Belgien steht erneut vor vier Wochen "Osterpause" mit umfangreichen Corona-Beschränkungen - und schließt vor Ostern die Friseursalons, nachdem diese erst vor Kurzem öffnen durften. Die belgische Regierung reagiert damit auf die steigende Anzahl an Neuinfektionen.
Die neuen Beschlüsse bedeuten eine weitestgehende Rückkehr zu den bereits Ende Oktober verhängten Einschränkungen. So sollen Schulen und Universitäten bis zum 19. April geschlossen bleiben. Auch Frisöre, Schönheitssalons oder Masseure müssen wieder schließen. Allerdings gelten für „nicht lebensnotwendige“ Geschäfte weniger drastische Beschränkungen als im Herbst. Sie dürfen auf Terminbasis Kunden empfangen.
In einem Interview im TV-Sender RTBF zeigen sich Betroffene bestürzt: "Es wurde uns garantiert, dass an dem Tag, an dem wir wieder öffnen dürfen, es für immer sein wird." Man habe zwar Verständnis für die neue Verschärfung der Maßnahmen, allerdings sei die Branche bereits angeschlagen. Es gebe zudem keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass die Berufe stärker gefährdet seien als andere. Der neue Lockdown verschlechtere nur die Situation. "Die finanziellen Kosten sind eine Sache, aber die psychologischen Folgen werden weitaus schlimmer sein", heißt es weiter.