Letztes Update:
20210329094424

Schweizer Epidemiologe trotz steigender Corona-Zahlen für Öffnungen

09:44
29.03.2021
 Anders als Bundeskanzlerin Angela Merkel hält ein Schweizer Epidemiologe immer neue Verschärfungen der Corona-Maßnahmen für kontraproduktiv. „Mehr Maßnahmen nützen nichts, wenn die Leute nicht mehr mitmachen“, sagte Manuel Battegay, der ehemalige Vizepräsident der Schweizer Corona-Taskforce, der Zeitung „Blick“ (Montag). Er wirbt deshalb trotz steigender Infektionszahlen für Öffnungsschritte.

Die Schweiz hat seit Beginn der Pandemie deutlicher weniger Beschränkungen verhängt als Deutschland. Hotels und Skigebiete mussten nicht schließen, Geschäfte, Museen und Zoos sind seit Anfang März überwiegend wieder geöffnet. Restaurants sind dagegen geschlossen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner ist in der Schweiz von rund 80 Mitte Februar auf mehr als 120 in Woche 11 (15.-21. März) gestiegen. Auf täglicher Basis veröffentlicht das Bundesamt für Gesundheit nur die 14-Tage-Inzidenz. Sie lag am 26. März bei 243,93. 

Teddy Jaans

Gut 500 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden

08:05
29.03.2021
In den USA sind am Sonntag 507 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet worden. Zudem registrierten die Behörden für denselben Zeitraum von 24 Stunden 43.440 Corona-Neuinfektionen, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Montagmorgen (MEZ) hervorgeht. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.416 neuen Fällen sowie am 12. Januar mit 4.477 Toten registriert.

Teddy Jaans

Experte vergleicht Corona-Lage mit „Pulverfass“

05:23
29.03.2021
Anders als zu Weihnachten ist die Corona-Lage vor Ostern aus Sicht eines Wissenschaftlers brisanter. Vor allem die inzwischen vorherrschende Virusvariante B.1.1.7 breite sich stärker in Familien aus. Zudem seien die Zahlen derzeit ansteigend, sagte der Saarbrücker Pharmazie-Professor Thorsten Lehr der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist ein Pulverfass, auf dem wir sitzen.“

Anders als Ende 2020 seien zwar inzwischen viele Menschen aus der besonders gefährdeten hohen Altersgruppe geimpft. Allerdings liege der Anteil bei den Über-70-Jährigen erst bei gut einem Viertel, sagte Lehr. „Bis die Wirkung richtig einsetzt, dauert es auch ein paar Wochen.“ Daher könne hier noch keine Entwarnung gegeben werden. „Wir haben also ein bisschen Entschärfung durch die Impfung, aber eine Verschärfung durch die Mutanten“, bilanzierte er.

Der Professor für klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes verantwortet einen Covid-19-Simulator, der Vorhersagen der Corona-Infektionen samt Krankenhausbettenbelegung, intensivmedizinischer Behandlung, Beatmung und Todesraten in den einzelnen Bundesländern und die Abschätzung von nicht-pharmazeutischen Interventionen ermöglichen soll. 

Teddy Jaans