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20210327072518

Mehr Corona-Fälle bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland

13:32
25.03.2021
In Deutschland scheint sich nach Beobachtungen des staatlichen Robert Koch-Instituts die Rolle von Kindern und Jugendlichen bei der Ausbreitung des neuen Corona-Virus zu ändern.

Die Covid-19-Fallzahlen stiegen in allen Altersgruppen an, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen, heißt es im jüngsten Online-Lagebericht des RKI. Ausbrüche beträfen momentan insbesondere private Haushalte, zunehmend aber auch Kitas, Schulen und das berufliche Umfeld, während die Anzahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen abgenommen habe.

Bei Kindern bis 14 Jahren haben sich die 7-Tage-Inzidenzen nach den RKI-Daten in den vergangenen vier Wochen deutschlandweit mehr als verdoppelt - auf zuletzt mehr als 100 Fälle pro 100.000 Einwohner. Für Kinderärzte kann neben dem zunehmenden Öffnen von Kitas und Schulen dabei aber auch vermehrtes Testen eine Rolle spielen.

Die Öffnungen seien natürlich Anlässe für Eltern, ihre Kinder testen zu lassen, sagte Reinhard Berner, Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, dem Berliner „Tagesspiegel“. „Das ist vorher einfach oft nicht geschehen, wenn das Kind zuhause im Lockdown gehockt hat und Schnupfen hatte.“

Besonders frühzeitig zeige sich die Zunahme der registrierten Infektionsfälle in der Altersgruppe bis fünf Jahre, heißt es beim RKI. Das betreffe auch die Daten zu Ausbrüchen in Kitas. Sie stiegen rasch an. Eine ähnliche Entwicklung deute sich auch nach der Öffnung der Schulen an. Bei dieser Entwicklung spiele die zunehmende Ausbreitung der leichter übertragbaren Variante B.1.1.7 eine Rolle.

Sarah Cames

CGFP nennt luxemburgische Impfstrategie "unverantwortlich"

11:53
25.03.2021
Die Staatsbeamtengewerkschaft CGFP hat sich am Donnerstagmorgen mit scharfer Kritik an Luxemburgs Impfstrategie zu Wort gemeldet. Die Impfkampagne verlaufe schleppend - in der Bevölkerung mache sich "Frust und Enttäuschung" breit. Die Regierung müsse ihre Impfstrategie überdenken, so die CGFP, die ein Treffen mit den zuständigen Regierungsmitgliedern fordert.

Erklärungen dafür, warum die Impfkampagne in einem kleinen und finanziell gut gestellten Land wie Luxemburg auch drei Monate nach der Zulassung des ersten Impfstoffes nur schleppend vorangeht, habe die Regierung noch nicht gegebenen.

Auch in der Prioritarisierung der Impfgruppen sieht die CGFP zahlreiche Widersprüche. In Gefängnissen würden zwar die Insassen geimpft, nicht aber die Gefängniswächter, die von Tür zu Tür gehen und somit mit mehreren Leuten pro Tag Kontakt haben.

Auch Lehrkräfte würden nicht prioritär geimpft, "obwohl das Bildungspersonal täglich einem erhöhten Risiko ausgesetzt ist", so die Gewerkschaft. Gerade beim Lehrpersonal habe sich in den vergangenen Monaten gezeigt, dass die Infektionsrate dort "erheblich höher" als in der Restbevölkerung sei. Polizeibeamte seien bei der Ausübung ihres Berufs ebenfalls hohen Risiken ausgesetzt - diese müssten daher, genau wie die bereits geimpften Mitglieder des CGDIS, auch prioritär geschützt werden.

"Sind die öffentlich Bediensteten trotz ihrer systemrelevanten Rolle zweitrangig?", fragt die CGFP in der Mitteilung vom Donnerstag? Aus politischen Kreisen herrsche zu diesem Thema Schweigen. Die niedrige Impfquote im Gesundheits- und Pflegedienst werfe zahlreiche Fragen auf - hier müsse die Politik mehr Überzeugungsarbeit leisten und wenn nötig entschiedener vorgehen: "Sich einer solchen
Debatte von vorneherein zu verschließen, würde bedeuten, billigend in Kauf zu
nehmen, dass das Leben vulnerabler Personen durch Impfverweigerer gefährdet wird"
, so die Gewerkschaft.

Sarah Cames