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Rheinland-Pfalz richtet Teststationen für Reiserückkehrer ein

15:12
04.08.2020
Rheinland-Pfalz richtet von Donnerstag an Corona-Teststationen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ein. Hintergrund ist die angekündigte Corona-Testpflicht für solche Urlauber. Geplant sind Test-Stationen am Flughafen Hahn sowie in Grenznähe zu den Nachbarländern Belgien, Luxemburg und Frankreich. Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Gesundheitsstaatssekretär Alexander Wilhelm (beide SPD) und Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes stellen die Pläne an diesem Mittwoch in Mainz vor.

Der „kleine Grenzverkehr“ zu Luxemburg sei von der Pflicht nicht betroffen, hatte Dreyer am Montag in Trier gesagt. Luxemburg sei zwar als Risikogebiet eingestuft, für viele Luxemburger werde es aber weiter Ausnahmen geben. „Wer beruflich pendelt, wird nicht betroffen sein von den neuen Regelungen im Bezug auf das Testen beim Einreisen.“

Alle Urlaubsrückkehrer können sich seit Samstag kostenlos testen lassen, unabhängig davon, ob sie aus einem Risikogebiet kommen oder nicht. Dafür sollen sie sich bei ihren niedergelassenen Ärzten oder den Corona-Ambulanzen melden. Die Landesärztekammer befürchtet, dass das neue Szenario einer zweiten Corona-Welle Vorschub leisten könnte. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen war am Dienstag deutlich gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten 59 Fälle mehr als am Montag.

Jörg Tschürtz

Booking.com streicht Tausende Jobs wegen Corona-Krise

15:11
04.08.2020
Die Tourismus-Branche leidet wie wenige andere unter der Corona-Pandemie - der Online-Reisevermittler Booking.com reagiert nun mit einem großen Stellenabbau. Der Mutterkonzern Booking Holdings kündigte am Dienstag eine Reduzierung der Booking.com-Mitarbeiterzahl um rund 25 Prozent an. Derzeit werde mit Arbeitnehmervertretern verhandelt. Details sollen ab September verkündet werden.

Weltweit hatte Booking.com zuletzt über 17.000 Angestellte. Die Coronakrise hat die Branche mit voller Wucht getroffen, Personaleinschnitte gab es auch schon bei Rivalen wie Expedia, Tripadvisor oder Airbnb. Booking Holdings hatte im Mai einen Einbruch der Hotelbuchungen und tiefrote Zahlen gemeldet. Zu dem Konzern gehören auch noch einige andere Websites wie Priceline oder Kayak.

Jörg Tschürtz

Menschen im Homeoffice arbeiten mehr als zuvor

14:08
04.08.2020
Homeoffice? Das ist was für Drückeberger, dachten viele Unternehmenschefs vor der Corona-Krise. Nun stellt sich heraus, dass die Menschen während der Pandemie sogar mehr arbeiten als zuvor.

Im Lockdown dauerte der Arbeitstag im Schnitt 48,5 Minuten länger als vor der Krise. Zudem stieg die Zahl der Meetings um 13 Prozent und es wurden 1,4 E-Mails mehr pro Tag verschickt als sonst. Das ergab eine Studie der Harvard Business School und der New York University, für die das Arbeitsverhalten von 3.1 Millionen Menschen in größeren Ballungsgebieten in Nordamerika, Europa und dem Nahen Osten analysiert wurde.

Die Zahl der Konferenzen sei durch die vielen Videochats auf Zoom, Teams und anderen Plattformen zwar gestiegen, allerdings habe die Dauer dieser Treffen um 11,5 Prozent abgenommen im Vergleich zur Zeit vor Corona.

Die Forscher verglichen das Arbeitsverhalten der Angestellten während eines Zeitraums von acht Wochen, jeweils vor und nach dem Corona-Lockdown.

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Jörg Tschürtz