Genau ein Jahr nach dem Beginn des ersten Lockdowns in Großbritannien hat das Land der mehr als 125.000 Corona-Toten gedacht. „Die vergangenen zwölf Monate haben uns alle einen hohen Preis gekostet“, sagte Premierminister Boris Johnson. Es sei eines der schwierigsten Jahre in der britischen Geschichte gewesen. Für den Mittag rief die Regierung das Land zu einer Schweigeminute auf, am Abend sollen die Menschen eine Kerze auf die Türschwelle oder das Fensterbrett stellen. Seit Januar ist bereits der dritte Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen in Kraft.
Johnson lobte den Gemeinschaftsgeist der Bevölkerung. „Jeder Mensch in diesem Land hat dazu beigetragen, Leben zu retten, unser (Gesundheitsdienst) NHS wurde geschützt, und wir haben einen vorsichtigen Weg eingeschlagen, um die Beschränkungen ein für alle Mal zu lockern“, sagte der Regierungschef.
Großbritannien ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Zuletzt ging die Zahl der Neuinfektionen aber deutlich zurück, auch wegen des Impfprogramms.