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20210322100213

AstraZeneca: Kein erhöhtes Thromboserisiko

09:50
22.03.2021
Eine neue Untersuchung hat nach Angaben von AstraZeneca kein erhöhtes Thromboserisiko durch den Impfstoff ergeben. Das Unternehmen teilte am Montag mit, eine unabhängige Expertengruppe habe keine Sicherheitsbedenken erhoben. Auch die konkrete Suche nach Blutgerinnseln im Gehirn, sogenannten Sinusthrombosen, habe keinen Treffer ergeben. Mehrere Länder, darunter auch Luxemburg, hatten das Präparat zuletzt ausgesetzt, weil in wenigen Fällen nach der Impfung Thrombosen, also Blutgerinnsel, in Hirnvenen aufgetreten waren. In Luxemburg kann das Mittel mittlerweile wieder gespritzt werden.

Die Phase-III-Studie mit etwa 32.500 Probanden in den USA, Chile und Peru habe zudem die hohe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs bestätigt, betonte das britisch-schwedische Unternehmen. So schütze das Vakzin mit einer Wirksamkeit von 79 Prozent vor Covid-19, bei Menschen ab 65 Jahren liege dieser Wert sogar bei 80 Prozent. Das bedeutet, dass unter den älteren Probanden einer geimpften Gruppe 80 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als unter denen einer Kontrollgruppe. Die Wirksamkeit über alle Altersgruppen hinweg in Bezug auf schwere Krankheitsverläufe liege sogar bei 100 Prozent, teilte Astrazeneca mit.

Der Impfstoff namens AZD1222 wurde von Astrazeneca zusammen mit der Universität Oxford entwickelt. Er wird seit Januar in Großbritannien in großem Stil eingesetzt.

Tom Rüdell

Griechenland verpflichtet Ärzte zum Corona-Dienst

07:49
22.03.2021
Wegen der anhaltend hohen Coronazahlen und der Erschöpfung der Ärzte in staatlichen Krankenhäusern hat Griechenland freiberufliche Ärzte zum Dienst verpflichtet. Die Regierung in Athen veröffentlichte am Montag einen entsprechenden Erlass. Zuvor hatte das Gesundheitsministerium erklärt, dass 200 Mediziner benötigt würden, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Einem Appell, sich freiwillig zu melden, folgten bis Sonntagabend nach einem TV-Bericht jedoch nur 61 Ärzte.

Gesundheitsminister Vassilis Kikilias erklärte deshalb: „Leider hat sich nur eine kleine Zahl gemeldet. Wir verpflichten die Ärzte jetzt zum Dienst, um die Krankenhäuser zu stärken“. Die gesetzliche Grundlage hatte die Regierung angesichts der Pandemie bereits im vergangenen Jahr geschaffen. Das Notfallgesetz erlaubt es auch, private Kliniken in die Pflicht zu nehmen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war in Griechenland trotz strenger Maßnahmen in den vergangenen Wochen ungebremst gestiegen. Experten vermuten, dass sich viele Menschen zunehmend ohne Vorsichtsmaßnahmen treffen, weil sie corona-müde sind. Am Sonntag registrierte die Gesundheitsbehörde 1514 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Zahl der Patienten, die beatmet werden müssen, stieg auf 674. Damit sind die Intensivbetten fast vollständig belegt.

Tom Rüdell