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20210322065642

Israel lockert Einreisebeschränkungen an Flughafen Ben Gurion

12:11
21.03.2021
An Israels internationalem Flughafen Ben Gurion sind die Corona-Beschränkungen auf Beschluss des obersten Gerichts gelockert worden. Die zwischenzeitlich geltende Obergrenze von 3000 Einreisen pro Tag wurde in der Nacht zum Sonntag aufgehoben. Israels Höchstes Gericht hatte die Regel als Verstoß gegen Grundrechte eingestuft und ihre Abschaffung angeordnet. Israel wählt am Dienstag ein neues Parlament. Viele Wahlberechtigte, die im Ausland leben, haben sich auf die Heimreise gemacht, um ihre Stimme abgeben zu können. In Israel gibt es keine Briefwahl.

Auch der Grenzübergang nach Ägypten sei wieder geöffnet worden, berichtete der israelische Rundfunk am Sonntag. Die Regierung habe nach den Änderungen vor dem Einschleppen weiterer Corona-Varianten gewarnt. Die Zahl der täglichen Flüge soll nun gemäß der Corona-Sicherheitsvorkehrungen und Testkapazitäten auf dem Flughafen festgelegt werden. Ausländern ist die Einreise weiterhin nur in Ausnahmen möglich Der internationale Luftverkehr läuft in Israel fast ausschließlich über den Ben-Gurion-Flughafen. Er war im Januar nahezu komplett geschlossen worden. Tausende Israelis waren im Ausland gestrandet und kamen nur schwerlich über sogenannte Rettungsflüge wieder ins Land.

Israels Parlament hatte am Mittwoch die elektronische Überwachung von ungeimpften Einreisenden aus dem Ausland gebilligt, die in Corona-Quarantäne müssen. Corona-Geimpfte sowie Genesene mit einem Grünen Pass sind in Israel von Quarantäneregeln ausgenommen. Sie müssen aber wie Ungeimpfte vor dem Flug und nach der Landung einen negativen Test vorweisen.

Sarah Cames

EU-Gipfel wegen steigender Corona-Zahlen nur online

11:18
21.03.2021
Wegen stark steigender Corona-Zahlen in vielen EU-Ländern wird der Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag nicht wie geplant in Brüssel stattfinden, sondern nur als Videokonferenz. Dies habe EU-Ratschef Charles Michel entschieden, teilte dessen Sprecher am Sonntag auf Twitter mit.

Es ist der erste reguläre EU-Gipfel seit Mitte 2020, der nicht vor Ort stattfinden kann. Üblicherweise treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Kollegen alle drei Monate. Dazwischen gab es zuletzt zusätzlich Videokonferenzen, um einen gemeinsamen Kurs in der Corona-Krise zu finden.

Die Pandemie steht auch für den jetzt geplanten März-Gipfel ganz oben auf der Tagesordnung. Ziel ist vor allem eine Beschleunigung der Impfkampagne. Darüber hinaus soll es unter anderem um die schwierigen Themen der künftigen Beziehungen zu Russland und zur Türkei gehen.

Sarah Cames