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Biden führt Europa als abschreckendes Corona-Beispiel an

05:24
19.03.2021
US-Präsident Joe Biden hat die Zuspitzung der Corona-Pandemie in Europa als abschreckendes Beispiel für nachlassende Vorsicht angeführt. Trotz der Fortschritte bei der Impfkampagne in den USA ermahnte Biden seine Landsleute, sich weiter an die bekannten Regeln zum Infektionsschutz zu halten. „Bitte, bitte, lassen Sie nicht geschehen, was in Europa passiert, wie Sie es im Fernsehen sehen“, sagte der Präsident am Donnerstag im Weißen Haus. Biden forderte die Amerikaner auf, weiterhin Masken zu tragen, sich regelmäßig die Hände zu waschen und den empfohlenen Mindestabstand einzuhalten.

Biden machte keine Angaben dazu, auf welchen Teil der Entwicklung in Europa er sich konkret bezog. Zuletzt hatten einige Gebiete in der EU, darunter etwa Italien und Teile Frankreichs, ihre Corona-Auflagen angesichts erneut steigender Neuinfektionszahlen wieder verschärft. In den USA ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen seit einem Höhepunkt im Januar wieder deutlich zurückgegangen, zuletzt stagnierten die Zahlen jedoch bei etwa 55 000 pro Tag.

Einer der Gründe für die relative Besserung in den Vereinigten Staaten ist nach Ansicht von Experten die rasch fortschreitende Impfkampagne. Biden erklärte am Donnerstag, seit seinem Amtsantritt am 20. Januar seien nunmehr fast 100 Millionen Impfungen verabreicht werden. Die US-Regierung hat versprochen, schon bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle rund 260 Millionen Erwachsenen im Land zu haben.

In absoluten Zahlen gemessen sind die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, weiter das weltweit am schlimmsten von der Corona-Krise betroffene Land. Seit Beginn der Pandemie haben die US-Behörden rund 29,6 Millionen bestätigte Corona-Infektionen und fast 540 000 damit zusammenhängende Todesfälle gemeldet, wie Daten der Universität Johns Hopkins zeigen. Gemessen an der Einwohnerzahl ist die Sterblichkeitsrate aber zum Beispiel in einigen europäischen Ländern - darunter Belgien, Großbritannien und Italien - noch höher.

Jeff Wiltzius

Astrazeneca-Impfungen im Saarland gehen weiter

05:23
19.03.2021
 Die Corona-Impfungen mit dem Mittel von Astrazeneca werden im Saarland wieder aufgenommen. Zur Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur, den Impfstoff trotz möglicher Nebenwirkungen in seltenen Fällen als wirksam und sicher einzustufen, sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Donnerstagabend: „Es war richtig, den wenigen Verdachtsfällen nachzugehen. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger steht an erster Stelle.“ Nun könnten die Impfungen im Modellprojekt der Hausarztpraxen sowie in den Krankenhäusern fortgesetzt werden.

Allen Bürgerinnen und Bürgern, die diese Woche in den Impfzentren einen Termin zur Impfung mit dem Astrazeneca-Präparat gehabt hätten, wurde bereits ein alternatives Angebot mit dem Biontech-Impfstoff gemacht. „Dieses Angebot bleibt bestehen und die Termine, die ab kommenden Montag geplant waren, laufen nächste Woche wieder planmäßig fort. Somit müssen keine Termine abgesagt werden“, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Jeff Wiltzius