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Saarland: 226 Millionen Euro Kurzarbeitergeld gezahlt

05:16
15.03.2021
Nach rund einem Jahr Corona-Krise zieht die Bundesagentur für Arbeit ein gemischtes Fazit für den Arbeitsmarkt im Saarland. Die Zahl der Arbeitslosen sei gestiegen, die Kurzarbeit habe aber viele Arbeitsplätze sichern können, teilte die Regionaldirektion in Saarbrücken der Deutschen Presse-Agentur mit. Insgesamt habe die Arbeitsagentur im Saarland im vergangenen Jahr 226 Millionen Euro konjunkturelles Kurzarbeitergeld ausgezahlt.

Im Jahr 2020 gingen demnach rund 13.900 Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit ein. Die Anzeigen betrafen etwa 191.000 Beschäftigte. „Dies ist ein Vielfaches mehr als im Jahr 2019. In diesem Jahr gingen lediglich 200 Anzeigen für 9.200 Beschäftigte ein“, teilte die Agentur weiter mit.

Eine Anzeige für Kurzarbeit bedeute allerdings nicht, dass diese auch umgesetzt werde. „Zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde“, teilte die Agentur mit. Nach den aktuellen Hochrechnungen hätten im November 3.700 Betriebe für 24.800 Mitarbeiter Kurzarbeit umgesetzt. Die höchste Zahl an Kurzarbeitern sei bislang im April 2020 mit 81.200 Mitarbeitern in 8.100 Betrieben gezählt worden.

„Im März 2020 standen wir plötzlich vor einer großen Herausforderung. Uns ereilte eine Lage, die wir uns so nie hätten vorstellen können“, teilte Daniel Lips, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland, mit. Die damaligen Prognosen seien sehr düster gewesen, glücklicherweise aber nicht in einem dramatischen Maße eingetroffen. „Nach einem Jahr kann ich sagen, der Arbeitsmarkt hat Corona standgehalten und zeigte sich robust“, sagte Lips.

Jeff Wiltzius

Dänemark lockert Corona-Beschränkungen

17:30
14.03.2021
(dpa) – Während in den meisten nordischen Ländern die Zahl der Infektionen mit dem Covid-19-Virus in die Höhe geschnellt ist, sieht Dänemark Anlass zum Optimismus. Die Neuansteckungen sind hier rückläufig, sodass die Regierung am Montag eine Reihe von Beschränkungen zurücknimmt. Hochschulstudenten und Schüler der Internatsschulen dürfen wieder an ihre Pulte zurückkehren. Außerdem können in vielen Regionen die älteren Jahrgänge an den öffentlichen Schulen jede zweite Woche kommen. Die 5. bis 8. Klassen hingegen haben nur die Möglichkeit, ihren Lehrer einmal die Woche zum Unterricht im Freien zu treffen.

Auch der Handel freut sich über Lockerungen. Geschäfte, die größer als 5.000 Quadratmeter sind, dürfen wieder mehr Kunden empfangen. Von Samstag auf Sonntag waren in Dänemark 541 neue Coronafälle registriert worden. Die sogenannte R-Zahl liegt nun bei rund 1, das heißt, dass ein infizierter Mensch einen anderen ansteckt. Die britische Virusvariante B117 mache nun 80 Prozent aller Fälle aus.

In den anderen Ländern im Norden ist die Entwicklung nicht so positiv. Finnland erreichte am Sonntag mit 863 Neuinfektionen ein Rekordhoch. Auch in Norwegen stiegen die Zahlen in den letzten Wochen rasant. Von Samstag auf Sonntag gab es 854 neue Fälle. In der Hauptstadt Oslo sind die Infektionen innerhalb einer Woche sogar um fast 50 Prozent gestiegen. 

Maximilian Richard