Letztes Update:
20210313170350

Lettland verhängt Homeoffice-Pflicht

19:17
12.03.2021
In Lettland soll das Arbeiten zuhause wegen der Ausbreitung des Corona-Virus kommende Woche weitgehend zur Pflicht werden. Die Regierung des EU-Landes beschloss am Freitag in Riga eine Homeoffice-Pflicht für Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung, staatlicher und kommunaler Unternehmen sowie des privaten Sektors. Sie dürfen von Dienstag an nicht mehr im Büro arbeiten. Ausnahmen gelten für produzierende Unternehmen und für Tätigkeiten, die nur am Arbeitsplatz ausgeführt werden können.

Mit der Regelung soll die Gefahr reduziert werden, dass sich Beschäftigte im Büro oder auf dem Weg dorthin anstecken. Parallel dazu wurden strengere Bestimmungen für den öffentlichen Nahverkehr verfügt. An Schulen soll hingegen künftig unter bestimmten Umständen auch Unterricht im Freien erlaubt sein.

Das 1,9-Millionen-Einwohner-Land kämpft seit vergangenem Herbst mit einer steigenden Zahl an Neuinfektionen. Aufgrund strenger Beschränkungen seit Mitte Dezember hat sich die Lage etwas entspannt.Seit Beginn der Pandemie wurden in Lettland fast 93 000 Corona-Fälle erfasst. Annäherend 1750 Infizierte starben.

Jeff Wiltzius

Auch WHO gibt grünes Licht für Impfstoff von Johnson & Johnson

18:37
12.03.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson eine Notfall-Zulassung erteilt. Somit kann das Produkt des US-Herstellers für das internationale Covax-Programm zur Versorgung ärmerer Länder eingesetzt werden, gab die UN-Behörde am Freitag in Genf bekannt. Zuvor hatte die WHO die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und von Astrazeneca gelistet.

Zu den Diskussionen um den Astrazeneca-Stoff betonten WHO-Experten, dass bislang kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Blutgerinnseln und den Impfungen hergestellt werden konnte. Man verfolge aber Untersuchungen zu dem Thema genau.

Jedes neue, sichere und wirksame Werkzeug gegen Covid-19 sei ein weiterer Schritt um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Aber die Hoffnungen in diese Werkzeuge können nicht eingelöst werden solange sie nicht allen Menschen in allen Ländern zur Verfügung stehen“, fügte er hinzu. Deshalb müssten Regierungen und Pharmafirmen nun die Produktion ausbauen.

Das Produkt von Johnson & Johnson war am Donnerstag von der EU-Kommission auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA genehmigt worden. Da der Impfstoff mit nur einer Dosis verimpft wird und weniger kalt gelagert 

Jeff Wiltzius