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Sanitäre Maßnahmen bis 2. April verlängert - 30.500 Menschen mehr impfen

16:12
12.03.2021
Die sanitären Maßnahmen werden bis zum 2. April verlängert. Mit 31 Ja-Stimmen zu 29 Nein-Stimmen nahm am Freitag das Parlament damit das bereits zehnte Covid-Gesetz an. 

Die Maskenpflicht und Distanzregel bleibt also auch künftig in Kraft. Zudem dürfen Restaurants und Bars nicht öffnen und im Einzelhandel gelten restriktive Bestimmungen, was die Anzahl der Kunden betrifft. Der Verzehr von alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit bleibt verboten sowie die Ausgangssperre von 23 Uhr bis 6 Uhr weiterhin gültig. Allerdings sind Sport- und Kulturaktivitäten sowie die Teilnahme an Gottesdiensten unter Einhaltung der sanitären Maßnahmen möglich.

Premierminister Xavier Bettel nahm auch Stellung zum aktuellen Impfplan: Um die zweite Impfdosis sicherzustellen, wurden bisher 50 Prozent des Vakzins zurückbehalten; dies soll nun auf 25 Prozent reduziert werden. So könne man bis Ende April 30.500 Menschen mehr impfen, erklärte Bettel.

Zudem verkündete Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Freitag, dass kommende Woche die dritte Impfphase anfangen wird. Diese betrifft Personen zwischen 74 und 70 Jahren, diese bekommen dem Alter nach Einladungen zugeschickt. Ein genaues Datum nannte die Ministerin nicht.

Mehr Details können Sie auf wort.lu in einem ausführlichen Bericht in Kürze nachlesen.

Jeff Wiltzius

Österreichs Kanzler sieht gerechte Impfstoff-Verteilung in der EU gefährdet

15:10
12.03.2021
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht die angestrebte gerechte Verteilung von Corona-Impfstoff innerhalb der EU in Gefahr. Recherchen des Kanzleramts hätten ergeben, dass möglicherweise Nebenabsprachen zwischen Pharmafirmen und einzelnen Mitgliedsstaaten existierten. Diese Zusatzvereinbarungen unterliefen das gemeinsame EU-Ziel einer pro Kopf berechneten Zuteilung, sagte Kurz am Freitag in Wien.

Von der EU-Kommission hieß es dazu, die Verteilung laufe zunächst nach Bevölkerungszahlen. Dies könne sich aber verschieben, wenn nicht alle Länder gemäß ihrem Anteil bestellen. Nicht genutzte Kontingente könnten unter anderen Mitgliedstaaten aufgeteilt werden.

Nach Erkenntnissen von Kurz würden zum Beispiel die Niederlande aktuell profitieren, Länder wie Bulgarien oder Kroatien aber viel weniger Dosen erhalten. Er habe jüngst mit mehreren Regierungschefs telefoniert, die davon genauso überrascht gewesen seien wie er, sagte der Kanzler bei einer Pressekonferenz.

Die Ursache dieser Entwicklung seien Nebenverhandlungen im einem Steuerungsgremium der EU, wo Abmachungen zwischen Staaten und Impf-Herstellern getroffen worden seien, sagte er. „Es muss aufgeklärt werden, wie die Verträge im Steering Board aussehen“, forderte der konservative Politiker. Oppositionsparteien wiesen darauf hin, dass ein österreichischer Spitzenbeamter als stellvertretender Vorsitzender in dem Gremium sitzt.

Jeff Wiltzius