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Start der Produktion: Brasilien hofft auf Impfstoff-Durchbruch

06:40
09.03.2021
Nach Eintreffen einer wichtigen Lieferung mit Grundstoffen hat die Forschungseinrichtung „Fundação Oswaldo Cruz“ (Fiocruz) in Rio de Janeiro mit der groß angelegten Produktion des Impfstoffs von Astrazeneca begonnen. Dies berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf die Fiocruz am Montag (Ortszeit). Demnach habe der mit aus China importierten Arzneistoffen produzierte Impfstoff die Tests bestanden und es könnten dem Gesundheitsministerium in Brasília 3,8 Millionen Dosen bis Ende März übergeben werden.

Der Import von Grundstoffen zur Herstellung von 12,2 Millionen Dosen des Astrazeneca-Vakzins hatte inmitten der rasanten Verbreitung des Corona-Virus in Brasilien neue Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Impfungen geweckt. Mit der Fiocruz verfügt Brasilien über eine Impfstofffabrik, die als die größte Lateinamerikas gilt.

Bis zur Jahresmitte will die Fiocruz gut 110 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca auf der Basis von importiertem Arzneistoff herstellen, in der zweiten Jahreshälfte dank Technologietransfers dann weitere 110 Millionen Dosen völlig eigenständig produzieren können.

Bislang haben sich in Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, mehr als elf Millionen Menschen nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert - nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher. Über 266.000 Patienten sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Zuletzt erlebte Brasilien mit rund 10.000 Corona-Toten in sieben Tagen seine bisher schlimmste Woche in der Pandemie.

Sarah Cames

Steigende Corona-Zahlen: Bulgarien vor schärferen Maßnahmen

05:19
09.03.2021
Wegen schnell steigender Neuansteckungen mit dem Corona-Virus sollen in Bulgarien strengere Schutzmaßnahmen gelten. Die Regierung erwägt Maskenpflicht auch im Freien, eine Rückkehr zum Fernunterricht, kürzere Öffnungszeiten für Restaurants sowie Einschränkungen für Einkaufsmalls und Fitnessstudios. „Binnen Tagen“ soll entschieden werden, ob diese Maßnahmen lokal oder landesweit eingeführt werden, sagte Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Montagabend in Sofia.

In acht von 28 Regionen - einschließlich der Hauptstadt - liegt die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen auf mehr als 300 pro 100.000 Menschen. In den Krankenhäusern dieser acht Regionen wurden nun geplante Operationen aufgeschoben und Krankenbesuche verboten.

Die Gastronomie ist in dem EU-Land seit dem 1. März nach dreimonatigem Lockdown wieder geöffnet, trotz steigender Zahlen. Bereits seit 1. Februar dürfen Schulen und Kindergärten sowie Einkaufsmalls, Fitnessstudios und Tanzclubs wieder öffnen. In geschlossenen, öffentlich genutzten Räumen ist Mund-Nasen-Schutz Pflicht. Diese Regel wird aber oft nicht eingehalten.

In dem Land mit 6,9 Millionen Einwohnern haben sich bis Montag amtlichen Angaben zufolge insgesamt 36.807 Menschen mit dem Virus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben in Bulgarien 10.614 Menschen. Bis Montag wurden 289.000 Impfdosen verabreicht. Die Regierung beklagt Engpässe bei den Lieferungen.

Sarah Cames