In einer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen erklärte Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP), dass mit den Impfreserven zukünftig anders umgegangen werden wird.
Bisher wurde für jede Impfdosis eine zweite zurückgehalten, um sicherzugehen, dass Geimpfte rechtzeitig ihre zweite Dosis erhalten können. Da auch die erste Dosis bereits einen gewissen Schutz bietet, werden nun allerdings 75 Prozent der Dosen sofort verimpft und nur noch 25 Prozent der verfügbaren Dosen für die zweite Impfung zuzrückbehalten. Man müsse darauf hoffen, dass die Pharmaunternehmen die angekündigten Lieferungen auch einhalten können - garantieren könne man dies aber nicht zu 100 Prozent, so Ministerin Lenert.
Die breitere Verabreichung einer ersten Dosis habe aber den entscheidenden Vorteil, dass durch den Schutz dieser ersten Injektion eine Reihe von Todesfällen verhindert werden könne. Unter anderem die Verbreitung der britischen Variante bereitet dem Gesundheitsministerium Sorge: Die erste repräsentative Sequenzierung der Corona-Varianten in Luxemburg ergab, dass die ansteckender britische Mutation rund 56 Prozent der bestehenden Fälle ausmacht.