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20210226183657

EU-Länder besorgt über Corona-Impfstoffproduktion in Europa

13:48
24.02.2021
Fünf Staaten der Europäischen Union zeigen sich besorgt über den Umfang der Produktion von Corona-Impfstoff in Europa. Litauen, Belgien, Dänemark, Spanien und Polen appellierten am Mittwoch in einem gemeinsamen Schreiben an EU-Ratspräsident Charles Michel, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Produktionskapazitäten auszuweiten. Das teilte die litauische Präsidialkanzlei in Vilnius mit.

Europa stehe aufgrund der unzureichenden Versorgung mit Impfstoffen und deren stockender Produktion demnach weiter vor Herausforderungen. „Das Auftreten neuer Corona-Stämme gefährdet die Bemühungen der Mitgliedstaaten, die Pandemie zu kontrollieren und zum normalen Leben zurückzukehren“, hieß es den Angaben zufolge in dem einem Tag vor dem EU-Gipfel in Brüssel versandten Brief. Die EU und die Mitgliedstaaten müssten daher alles daransetzen, dass die Impfstoffproduktion gesteigert wird. Die Regierungen sollten etwa den in Europa ansässigen Herstellern Unterstützung leisten, wenn diese Produktionsprobleme hätten und festgelegte Pläne nicht einhalten könnten.

Die fünf EU-Staaten riefen zudem dazu auf, sämtliche vorhandenen Produktionskapazitäten zu nutzen und falls nötig auch neue zu schaffen. Auch müsse eng mit möglichen Herstellern zusammengearbeitet und Forschungsanstrengungen unterstützt werden. Dazu sei eine angemessene Finanzierung auf EU-Ebene nötig, hieß es nach litauischen Angaben in dem Schreiben weiter.

Sarah Cames

Ukraine beginnt mit Impfungen gegen Corona-Virus

13:46
24.02.2021
Die Ukraine hat mit den Impfungen gegen das Corona-Virus begonnen - allerdings mit einem anderen Mittel als ursprünglich geplant. Ein Arzt im zentralukrainischen Tscherkassy erhielt Medienberichten vom Mittwoch zufolge die erste Spritze. 5 der 24 Regionen und die Hauptstadt Kiew haben Gesundheitsminister Maxim Stepanow zufolge erste Impfstofflieferungen erhalten. In den Separatistengebieten im Osten des Landes laufen die Impfungen bereits seit knapp vier Wochen mit dem russischen Wirkstoff Sputnik V.

Am Vortag waren 500.000 Impfdosen einer Lizenzproduktion des Impfstoffs von AstraZeneca aus Indien eingetroffen, der in vielen anderen Ländern auf Vorbehalte stößt. Impfmittel aus Russland sind in der Ukraine verboten, weil das Verhältnis zu Moskau nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim zerrüttet ist. Ursprünglich sollte in der Ukraine der Impfstoff von Biontech und Pfizer eingesetzt werden, der aber nicht pünktlich geliefert wurde.

In der ersten Etappe werden Mediziner, Personal in Altersheimen und Frontsoldaten geimpft. Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich als Oberkommandierender zusammen mit Soldaten impfen lassen. Die Behörden planen, bis Ende des Jahres rund die Hälfte der ukrainischen Bevölkerung von mehr als 41 Millionen Einwohnern zu impfen. Die Impfung ist freiwillig und kostenlos. Offiziell haben sich bisher über 1,3 Millionen Ukrainer mit dem Virus infiziert.

Sarah Cames