Letztes Update:
20210214173117

Experten in Italien kritisieren geplante Öffnung der Skigebiete

17:31
14.02.2021
(dpa) - Kurz vor der geplanten Öffnung vieler Skiregionen in Italien mehren sich die Warnungen der Virologen wegen steigender Corona-Zahlen. Die Experten des wissenschaftlichen Komitees CTS, das die Regierung in Rom berät, hätten dagegen votiert, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag. Hintergrund sei das Risiko der schnellen Ausbreitung von neuen Virus-Varianten. Der Berater des Gesundheitsministeriums, Walter Ricciardi, halte das Anfahren der Lifte für „nicht vereinbar“ mit den Corona-Zahlen, die sich zuletzt verschlechtert hatten. Bisher ist geplant, dass die Wintersportgebiete in mehreren Regionen am Montag loslegen dürfen.

Bei Seilbahn-Betreibern und anderen Unternehmen in den betroffenen Alpen-Zonen liefen die Vorbereitungen für den Start. Von ihnen kam am Sonntag umgehend Protest gegen die Einschätzung der Experten. Entscheiden muss ohnehin die Politik, und allen voran die Regierung in Rom. Die hatte festgelegt, dass der Skibetrieb in den sogenannten Gelben Zonen des Landes, wo das Corona-Risiko als mäßig gilt, ab dem 15. Februar wieder losgehen darf. Gelb sind unter anderem die Lombardei, das Aosta-Tal und Venetien.

In Roten und Orangen Zonen müssen die Lifte weiter stillstehen. Dazu gehören Ligurien, das Trentino und Südtirol. Italiens Skigebiete hatten Anfang des Winters zum Schutz vor dem Coronavirus gar nicht öffnen dürfen. Wo der Wintersport jetzt starten könnte, soll es nur eine begrenzte Anzahl von Skipässen geben. Die Lifte sollen mit 30 Prozent ihrer stündlichen Kapazität fahren). 

Maximilian Richard

Tschechien verhängt für 14 Tage neuen Corona-Notstand

16:54
14.02.2021
(dpa) - Tschechien verhängt wegen der dramatisch hohen Corona-Infektionszahlen nun doch erneut einen Notstand. Er gelte von Montag an für 14 Tage, teilte die Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Andrej Babis am Sonntag mit. Man entspreche damit einer Bitte der Vertreter aller 14 Verwaltungsregionen einschließlich der Hauptstadt Prag.

Der Corona-bedingte Ausnahmezustand sollte eigentlich in der Nacht zum Montag auslaufen. Mit ihrer Entscheidung stellt sich die Regierung gegen den Willen des Parlaments, das eine Verlängerung des seit Oktober geltenden Notstands am Donnerstag abgelehnt hatte. Die Entscheidung könnte vor dem Verfassungsgericht landen. Der Präsident des Senats, Milos Vystrcil, hatte ausdrücklich davor gewarnt, „die Kontrolltätigkeit des Parlaments auszuhöhlen“.

An den aktuellen Notstand sind zahlreiche Maßnahmen geknüpft wie Ausgangsbeschränkungen. Geschäfte des nicht-alltäglichen Bedarfs, Restaurants und Hotels sind geschlossen. Für Ausländer gilt ein weitgehender Einreisestopp. Drei Corona-Hotspots im Westen und Norden Tschechiens sind von der Außenwelt isoliert.

Maximilian Richard