Die britische Corona-Variante B.1.1.7 wurde öfter in Luxemburg nachgewiesen. Dies geht aus dem neusten
ReViLux-Bericht der Forscher des LNS hervor. Bei 39 Prozent der ausgewerteten Abstriche sei die Variante entdeckt worden – in der Vorwoche lag der Wert noch bei 17,6 Prozent.
Die Virusmutation gilt als besonders ansteckend. Sie ist noch leichter von Mensch zu Mensch übertragbar und verbreitet sich somit schneller als andere Varianten.
Die Forscher betonen allerdings, dass sich durch die Untersuchungen keine Rückschlüsse darauf ziehen lassen, wie verbreitet die Mutation in der Bevölkerung ist. 27 Prozent der 159 Auswertungen seien nämlich gezielt auf Nachfrage der Santé im Rahmen des Contact Tracing durchgeführt worden.
Die Forscher fanden bei ihrer Auswertung auch andere Mutationen. Bei 5,6 Prozent der Abstriche wurde die südafrikanische Variante (B.1.351) nachgewiesen. Aktuellen Erkenntnissen zufolge geht auch diese Mutation mit einer erhöhten Übertragbarkeit einher. Zudem könnte eine Reduktion der Wirksamkeit von Antikörpern bei Genesenen beziehungsweise Geimpften möglich sein.
Jörg Tschürtz