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Selbstständige sollen ab März Ersatzgehalt bekommen

10:15
11.02.2021
Ab März soll Selbstständigen ein Ersatzgehalt ausgezahlt werden, dass sich am Modell der Kurzarbeit orientiert. Demnach sollen 80 Prozent des Gehalts oder maximal das zweieinhalbfache des Mindestlohns ausgezahlt werden. Die Hilfe soll sich an alle Selbstständigen richten, die ihren Betrieb wegen der Corona-Maßnahmen einstellen mussten, so Arbeitsminister Dan Kersch im RTL-Interview.

Weitere Details werden bei Gesprächen zwischen den Ministern, der Union des entreprises luxembourgeoises (UEL) und der Chambre de métiers am 23. Februar besprochen werden. Die neue Hilfe soll vor allem über die Mutualité des employeurs finanziert werden.

Genau diese Forderung stößt bei Michel Reckinger, Präsident der Union des Entreprises Luxembourgeoises und Präsident der Fédération des Artisans, allerdings auf wenig Gegenliebe. Das habe man dem Minister nach seinen überraschenden Aussagen am Donnerstagmorgen in Gesprächen auch zu verstehen gegeben, so Reckinger RTL gegenüber. Auch die Fédération des Artisans fordert ein Ersatzgehalt für Selbstständige - die Finanzierungsfrage dürfte in den kommenden Wochen allerdings heftig debattiert werden. Das Patronat fordert eine Finanzierung über den Fonds de l'emploi.

Sarah Cames

Corona-Zahlen in den USA weiter rückläufig

08:56
11.02.2021
In den USA ist die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter rückläufig. Mit 93.166 neuen Fällen am Mittwoch meldeten die Behörden rund 28.000 weniger als am selben Tag der Vorwoche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 300.282 neuen Fällen gemeldet.

Am Mittwoch verzeichneten die Behörden zudem 3.219 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion. Am selben Tag in der Vorwoche waren es noch 3912. Der bisherige Höchstwert wurde am 12. Januar mit 4432 Toten registriert. 

Teddy Jaans

Expertin: "Corona-Varianten werden uns noch in 10 Jahren beschäftigen"

08:47
11.02.2021
Die Mikrobiologin Sharon Peacock geht davon aus, dass Varianten des Coronavirus Sars-CoV-2 die Welt auch noch Anfang der 2030er Jahr beschäftigen werden. „Sobald wir das Virus unter Kontrolle haben oder es selbst so mutiert, dass es nicht mehr virulent ist und Krankheit hervorruft, können wir aufhören, uns zu sorgen“, sagte Peacock, die das britische Programm zur Sequenzierung von Coronavirus-Proben leitet, im BBC-„Newscast“. „Aber wenn ich in die Zukunft schaue, denke ich, dass wir das [Sequenzieren] Jahre lange machen werden. Wir werden das meiner Meinung nach auch noch in zehn Jahren machen.“

Es sei normal und in den meisten Fällen unbedenklich, dass Viren Mutationen entwickeln. Nur sehr wenige riefen spezielle Eigenschaften hervor, die den Erreger etwa ansteckender machen oder die Immunantwort auf das Virus einschränken könnten. Diese gelte es zu beobachten und früh zu erkennen.

Die Biologin der Universität Cambridge geht zudem davon aus, dass die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 schon bald die dominante Variante nicht nur im Vereinigten Königreich sein wird. „Sie wird aller Wahrscheinlichkeit nach durch die ganze Welt schwappen.“ Schon jetzt ist die ansteckendere Variante in mehr als 50 Ländern nachgewiesen worden. 

Teddy Jaans