Ab März soll Selbstständigen ein Ersatzgehalt ausgezahlt werden, dass sich am Modell der Kurzarbeit orientiert. Demnach sollen 80 Prozent des Gehalts oder maximal das zweieinhalbfache des Mindestlohns ausgezahlt werden. Die Hilfe soll sich an alle Selbstständigen richten, die ihren Betrieb wegen der Corona-Maßnahmen einstellen mussten, so Arbeitsminister Dan Kersch im RTL-Interview.
Weitere Details werden bei Gesprächen zwischen den Ministern, der Union des entreprises luxembourgeoises (UEL) und der Chambre de métiers am 23. Februar besprochen werden. Die neue Hilfe soll vor allem über die Mutualité des employeurs finanziert werden.
Genau diese Forderung stößt bei Michel Reckinger, Präsident der Union des Entreprises Luxembourgeoises und Präsident der Fédération des Artisans, allerdings auf wenig Gegenliebe. Das habe man dem Minister nach seinen überraschenden Aussagen am Donnerstagmorgen in Gesprächen auch zu verstehen gegeben, so Reckinger RTL gegenüber. Auch die Fédération des Artisans fordert ein Ersatzgehalt für Selbstständige - die Finanzierungsfrage dürfte in den kommenden Wochen allerdings heftig debattiert werden. Das Patronat fordert eine Finanzierung über den Fonds de l'emploi.