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Lena Dunham spricht über schwere Covid-19-Erkrankung

06:22
01.08.2020
US-Schauspielerin Lena Dunham (34, „Girls“) hat auf Instagram unter dem Titel „Meine Covid Geschichte“ ausführlich ihre schwere Covid-19-Erkrankung beschrieben. Mitte März sei sie positiv getestet worden, schrieb Dunham am Freitag. Drei Wochen lang habe sie starke Symptome gehabt, darunter hohes Fieber, harten Husten, heftige Kopfschmerzen, Atembeschwerden und „erdrückende Müdigkeit“.

Ihr Körper habe plötzlich rebelliert. „Die Nerven in meinen Füßen brannten und die Muskeln arbeiteten nicht mehr. Meine Hände waren taub. Ich konnte keine lauten Geräusche vertragen“, führte Dunham weiter aus - „wie ein Rave, der schiefgelaufen ist“. Erst nach einem Monat sei sie negativ getestet worden, aber viele Beschwerden hätten angedauert.

Sie schätze sich glücklich, dass sie von Ärzten, Familie und Freunden gut versorgt worden sei. Vielen Menschen in den USA fehle es an medizinischer Hilfe. Sie wolle offen über ihre Erkrankung sprechen, denn viele Leute würden immer noch unvorsichtig sein, keinen Abstand halten oder Masken tragen. Es gebe keine andere Wahl, als vernünftig und mitfühlend zu sein, mahnte Dunham.

Zahlreiche Follower pflichteten der Schauspielerin auf Instagram bei, darunter Kolleginnen wie Demi Moore und Diane Kruger. Dunham ist vor allem als Schöpferin und Protagonistin der Hit-Serie „Girls“ um vier junge Frauen und ihre Alltagsprobleme in New York bekannt.

Jörg Tschürtz

Bolsonaro: "Wovor haben Sie Angst?"

06:20
01.08.2020
Auch nach seiner eigenen Coronavirus-Infektion sorgt Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro mit Äußerungen in der Corona-Krise für Aufsehen. „Ich wusste, dass ich sie (die Krankheit) eines Tages bekommen würde. Leider denke ich, dass fast alle von Ihnen diese eines Tages bekommen werden. Wovor haben Sie Angst?“, sagte Bolsonaro nach einem Bericht der Zeitung „Folha de S. Paulo“ während eines Besuchs in der Stadt Bagé im Süden des Landes auf einer Pressekonferenz zu Journalisten. Dem müsse man ins Auge sehen.

Der Staatschef übergab in Bagé die Schlüssel für staatliche Sozialwohnungen und eröffnete eine zivil-militärische Schule. Nachdem er bei der Ankunft zunächst noch eine Schutzmaske getragen hatte, als er Menschenansammlungen auslöste, nahm Bolsonaro die Maske später ab und grüßte Anhänger.

Bolsonaro hatte vor mehr als drei Wochen bekanntgegeben, dass er sich mit dem Corona-Virus infiziert habe. Danach führte er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne in der Präsidentenresidenz in Brasília. Mehrere Tests fielen positiv aus, am vergangenen Samstag twitterte er dann, ein neuer Test bei ihm sei negativ ausgefallen. In einer Live-Übertragung am Donnerstagabend sagte er, dass er sich nach der Corona-Ansteckung schwach gefühlt und in der Quarantäne „Schimmel in der Lunge“ eingefangen habe.

Der rechtspopulistische Staatschef hatte das Corona-Virus mehrfach als „leichte Grippe“ abgetan. Inzwischen wurde auch Präsidentengattin Michelle positiv auf das Virus getestet. Nach den USA ist Brasilien derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas mehr als 2,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Mehr als 90.000 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Jörg Tschürtz