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Abgewandelte britische Coronavirus-Variante ruft Besorgnis hervor

20:27
09.02.2021
Eine veränderte Form der britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 ruft bei britischen Wissenschaftlern Besorgnis hervor. Wie das Gesundheitsministerium in London am Dienstagabend mitteilte, wurde die zuerst in Bristol entdeckte Mutante als „Variant of Concern“ (etwa: Besorgniserregende Variante) eingestuft. Sie weise eine zusätzliche E484K-Mutation auf, hieß es zur Erklärung.

Dahinter dürfte die Sorge stecken, dass die in Bristol entdeckte Variante gefährliche Merkmale der britischen und anderer Varianten in sich vereinen könnte. Eine ähnliche Mutante wurde auch in Liverpool festgestellt. Beide zusammen wurden in Großbritannien bislang in 76 Fällen nachgewiesen.

„Mit dem, was wir über die Infektiosität von B.1.1.7 wissen, der dominanten Variante in Großbritannien, beobachten wir das mit besonderer Sorgfalt“, sagte Susan Hopkins von der Gesundheitsbehörde Public Health England zu Reportern. Sie schränkte jedoch ein, dass die E484K-Mutation seit vergangenem April in unterschiedlichen Varianten immer wieder aufgetreten und dann wieder verschwunden sei.

Die Veränderung E484K im Erbgut des Virus ist von der südafrikanischen und der brasilianischen Variante bekannt und wird mit einer verminderten Immunreaktion bei Menschen in Verbindung gebracht, die bereits eine Coronavirus-Infektion durchgemacht haben oder geimpft wurden.

Die britische Variante wies bislang die Mutation E484K nicht auf, kann sich aber dank anderer Veränderungen schneller ausbreiten als die weltweit vorherrschende Variante. Gegen sie wirken aber nach ersten Erkenntnissen die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Oxford/Astrazeneca. Zweifel gibt es jedoch inzwischen an der Wirksamkeit des Astrazeneca-Impfstoffs bei der südafrikanischen Variante, zumindest bei milden und moderaten Fällen.

Jeff Wiltzius

153 neue Corona-Infektionen im Saarland

18:58
09.02.2021
 Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen im Saarland ist innerhalb eines Tages um 153 auf 27.082 gestiegen. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind 805 Menschen mit oder an dem Virus gestorben, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Saarbrücken mitteilte. Das waren zehn mehr als am Vortag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, lag am Dienstag bei 111,8. Derzeit gelten 1.696 Menschen im Saarland als infiziert. 277 Covid-19-Patienten werden stationär behandelt, 72 von ihnen auf einer Intensivstation.

Jeff Wiltzius

Vier Millionen Athener ab Donnerstag wieder im harten Lockdown

18:55
09.02.2021
Der Großraum Athen wird von Donnerstag an für zwei Wochen erneut unter einen harten Lockdown gestellt. Geschäfte und Schulen müssen wieder schließen, nachdem sie erst Mitte Januar hatten öffnen dürfen. Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis begründete die Maßnahme am Dienstagabend in einer Fernsehansprache mit den stark steigenden Infektionszahlen. Noch bestehe die Chance, eine dritte Corona-Welle zu vermeiden, sagte er.

Mitsotakis betonte, er wisse, wie schwer die Maßnahmen für die gesamte Gesellschaft seien. Im Großraum Athen, der Region Attika, lebt mit rund vier Millionen Menschen mehr als ein Drittel der gesamten griechischen Bevölkerung. „Ich spüre die Nervosität nach all diesen Monaten, aber es gibt keine Wirtschaft ohne Gesundheit“, sagt der Premier. Er versprach, dass es nach Möglichkeit die letzten Opfer sein sollten, die die Gesellschaft aufbringen müsse.

Die griechische Regierung setzt seit Beginn der Pandemie auf harte und vor allem zeitige Maßnahmen. Ein weitgehender Lockdown galt bereits im vergangenen März und dann wieder ab Anfang November. Außerdem müssen die Bürger jeden Gang vor die Haustür mit einer SMS an den Zivilschutz melden, etwa wenn sie einkaufen, zum Arzt oder zur Arbeit gehen.

Jeff Wiltzius