Letztes Update:
20210122142841
Denken Sie, dass Geimpfte und Ungeimpfte den gleichen Corona-Maßnahmen unterliegen sollten?
Nein. Wenn Einschränkungen nicht mehr mit Corona zu rechtfertigen sind, müssen sie aufgehoben werden.
Ja. Gleiche Rechte und gleiche Einschränkungen für alle.
Ich bin unentschieden. Ich kann beide Standpunkte der Debatte nachvollziehen.
Nein. Wenn Einschränkungen nicht mehr mit Corona zu rechtfertigen sind, müssen sie aufgehoben werden.
Ja. Gleiche Rechte und gleiche Einschränkungen für alle.
Ich bin unentschieden. Ich kann beide Standpunkte der Debatte nachvollziehen.

Berechnung: Sterberisiko durch Corona bei Älteren mehr als verdoppelt

06:40
22.01.2021
Corona ist für ältere Menschen besonders gefährlich. Genauer hat das nun ein Mathematiker analysiert: Mit zunehmenden Alter steigt nicht nur das Risiko binnen eines Jahres zu sterben - bei Corona-Infizierten über 60 Jahren ist es demnach sogar mehr als doppelt so hoch wie bei Gesunden im selben Alter. Und nicht nur das: Ab 60 Jahren wird für Infizierte der Abstand zwischen dem Risiko, an Corona zu sterben, und dem allgemeinen Altersrisiko, das auch für Gesunde gilt, zunehmend schneller immer größer. Das hat der Stuttgarter Mathematik-Professor Christian Hesse auf Grundlage von Daten aus Deutschland und internationaler Studien zur sogenannten Infektionssterblichkeit errechnet.

Auch bei Gesunden gilt: Die Gefahr, binnen eines Jahres zu sterben, ist bei jungen Menschen naturgemäß deutlich niedriger. Sie verdoppelt sich aber im Schnitt alle sieben Jahre. Bei Jüngeren gibt es auch größere Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Für nicht infizierte 20-jährige Männer liegt die Wahrscheinlichkeit Hesse zufolge bei 0,042 Prozent, innerhalb eines Jahres zu sterben. „Für Frauen ist der entsprechende Wert mit 0,018 Prozent weniger als halb so groß in diesem Alter.“ Das Sterberisiko wie bei einem 20-jährigen Mann habe eine Frau erst im Alter von 34 Jahren. Dieser Unterschied verringere sich mit den Jahren, erklärte Hesse. So seien etwa 88-jährige Männer und 90-jährige Frauen hinsichtlich des Risikos vergleichbar.

„Mit etwa 60 Jahren ist das Risiko durch die Corona-Infektion zu sterben ungefähr gleich dem normalen Altersrisiko“, so Hesse. „Konkret bedeutet dies, dass für 60-jährige Menschen eine Corona-Infektion das effektive Sterberisiko verdoppelt“, erklärte der Mathematiker. „Infolgedessen ist es in Bezug auf das Risiko so, als würde man durch die Infektion plötzlich sieben Jahre älter.“ Mit 90 Jahren liege die Corona-Sterblichkeit dann bei 28 Prozent und damit um gut 10 Prozentpunkte höher als die allgemeine Alterssterblichkeit.

Sarah Cames

Frankreich: Corona-Test auch für EU-Bürger Pflicht

05:21
22.01.2021
Europäische Reisende müssen bei der Einreise nach Frankreich künftig einen negativen Corona-Test vorweisen. Dieser PCR-Test dürfe nicht älter als 72 Stunden sein, hieß es am späten Donnerstagabend nach einem EU-Videogipfel aus Élyséekreisen. Die Regelung gelte ab Sonntag um 0 Uhr. Ausnahmen seien für „essenzielle“ Reisen vorgesehen - das betreffe vor allem Grenzgänger und den Warenverkehr. Ob noch weitere Reisegründe als Ausnahme gelten, war zunächst unklar.

Wegen der neuen Coronavirus-Varianten hatte Frankreich zuletzt schon die Grenzkontrollen verschärft. So gilt bereits, dass bei der Einreise nach Frankreich von Ländern außerhalb der Europäischen Union ein negativer Corona-Test fällig wird. Die Reisenden sollen sich außerdem für sieben Tage isolieren. Frankreich hatte bereits Anfang der Woche betont, sich beim digitalen EU-Gipfel für Gesundheitskontrollen an den inner-europäischen Grenzen einsetzen zu wollen. 

Jeff Wiltzius