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Suche nach Ursprung des Virus: WHO-Team diese Woche in China erwartet

07:17
11.01.2021
Nach einem längeren Tauziehen soll ein Team von Experten, das im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach den Ursprüngen des Corona-Virus suchen will, am Donnerstag in China eintreffen. Das berichtete Chinas Gesundheitskommission am Montag in Peking in einer Mitteilung, die nur aus einem Satz bestand. Gemeinsam mit chinesischen Wissenschaftlern sollen die Experten demnach untersuchen, ob das Virus zu seinem Ursprung zurückverfolgt werden kann.

Um die Reise der Experten gab es bis zuletzt Gerangel. Erst vor einer Woche hatte die WHO mitgeteilt, dass China die Einreise blockiert habe. Daraufhin hatte Peking erklärt, dass noch Vorbereitungen getroffen werden müssten. Nach der Ankunft werden die Experten ohnehin zunächst zwei Wochen in Quarantäne gehen müssen, bevor ihre Arbeit vor Ort richtig weitergehen kann. Ob sie auch in die zentralchinesische Metropole Wuhan reisen, wo das Sars-CoV-2-Virus vor gut einem Jahr erstmals entdeckt worden war, muss sich zeigen.

Die Suche nach dem Ursprung des Virus ist politisch extrem heikel. China fürchtet, als Schuldiger für die Pandemie angeprangert zu werden. Seit Monaten streuen chinesische Stellen auch Zweifel, ob das Virus überhaupt aus China stammt. Es wird auf unbestätigte Berichte verwiesen, dass es mögliche Infektionen schon vorher in anderen Ländern gegeben haben könnte. Forscher vermuten hingegen vielmehr Fledermäuse aus Südchina als Ursprung.

Sarah Cames

Neue Corona-Verordnung für Rheinland-Pfalz wird wirksam

05:31
11.01.2021
Eine neue Corona-Verordnung schränkt ab diesem Montag das öffentliche Leben in Rheinland-Pfalz weiter ein. Die 15. Corona-Bekämpfungsverordnung wurde am Freitag vom Kabinett in Mainz beschlossen. Das Regelwerk setzt die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern um, weicht aber in einzelnen Bestimmungen davon ab.

Die als Lockdown bezeichneten Einschränkungen in Gastronomie und Einzelhandel, die im November und Dezember vergangenen Jahres eingeführt wurden, führt die neue Landesverordnung bis Ende Januar fort. Verschärft wurde aber die Kontaktbeschränkung: Ein Hausstand darf sich nur noch mit einer weiteren Person treffen. Kinder bis einschließlich sechs Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Ebenso gibt es Ausnahmen bei zwingenden Gründen für die Kinderbetreuung oder die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen. Keine Unterschiede gibt es bei Treffen im öffentlichen Raum und in der Privatwohnung.

In Kreisen und Städten mit aktuell besonders vielen Infektionen können Maßnahmen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit verfügt werden, wobei sich das Land und betroffene Kommunen eng abstimmen. Die Schwelle dafür liegt bei einer Inzidenz von 200 - wenn es also innerhalb von sieben Tagen 200 neue Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner gibt. Mögliche Maßnahmen sind dann wie bisher schon nächtliche Ausgangsbeschränkungen oder eine Begrenzung der Bewegungsfreiheit auf einen Umkreis von 15 Kilometern um den eigenen Wohnort. Das Verlassen der Wohnung ist dann nur noch mit triftigem Grund möglich, etwa für den Weg zur Arbeit.

Sarah Cames