Belgien will bis zum Spätsommer eine flächendeckende Immunität gegen das Corona-Virus erreichen. Bis September sollen laut Impfplan 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden, wie die Nachrichtenagentur Belga am Freitag unter die zuständige Arbeitsgruppe für die Impfkampagne berichtete. „Das sind tolle Neuigkeiten auf dem Weg zurück in die Freiheit“, sagte Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke.
Belgien hatte bereits zuvor eine Impfquote von 70 Prozent als Ziel festgelegt. Der Wert deckt sich mit der Einschätzung von Experten, nach der 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung einen Impfschutz erhalten müssen, um die Corona-Pandemie in einem Land zu stoppen.
Der am Freitag vorgestellte Impfplan für die kommenden Monate sei allerdings abhängig von der Verfügbarkeit der Impfstoffe sowie von weiteren Marktzulassungen, betonte Vandenbroucke. Berücksichtigt seien bereits der kürzlich in der EU neu zugelassene Impfstoff des US-Unternehmens Moderna sowie die Möglichkeit, die Zahl der einzelnen Dosen aus Biontech/Pfizer-Ampulle von fünf auf sechs zu steigern.
Nach einwöchigem Testlauf hatte Belgien zu Beginn der Woche angekündigt, großflächig mit Impfungen beginnen zu wollen. Zuvor waren lediglich 700 Freiwillige in einigen Pflegeheimen geimpft worden. Vandenbroucke und Premierminister Alexander De Croo forderten deshalb mehr Tempo.