Letztes Update:
20201224123909

Französische Feuerwehr will Lastwagenfahrer in Dover testen

09:20
24.12.2020
Im Kampf gegen das Lastwagen-Chaos in Dover hat Frankreich Feuerwehrleute und 10.000 Corona-Tests über den Ärmelkanal geschickt. 15 Angehörige der Feuerwehr und 10 Freiwillige des Zivilschutzes sollten in der südostenglischen Hafenstadt helfen, Lastwagenfahrer zu testen, teilte die Präfektur für die nordfranzösische Region Hauts-de-France am Donnerstag via Twitter mit.

Frankreich hatte wegen der raschen Ausbreitung der neuen Corona-Variante in Großbritannien die Grenzen für Reisende von der Insel geschlossen und erst in der Nacht zum Mittwoch wieder geöffnet. Weil Lkw-Fahrer für die Einreise nach Frankreich aber nun einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, wird es noch Tage dauern, bis der Rückstau von mehreren Tausend Fahrzeugen abgebaut ist. Die Situation in Kent ist angespannt - am Mittwoch kam es zwischen Fernfahrern und der Polizei bereits zu einem Handgemenge.

Jeff Wiltzius

Iran: 200 Millionen Euro für Einfuhr von Corona-Impfstoffen

08:25
24.12.2020
Der Iran hat 200 Millionen Euro für die Einfuhr von Corona-Impfstoffen bereitgestellt. Das gab Zentralbankchef Abdolnasser Hemmati am Donnerstag bekannt. „Wir sind diesbezüglich im direkten Kontakt mit dem Gesundheitsministerium ... falls nötig, wird der Betrag auch erhöht“, schrieb Hemmati auf seiner Instagram-Seite. Wegen der US-Sanktionen sei die Einfuhr der Impfstoffe aber noch nicht garantiert. Seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar gab es im Iran über 54.000 Todesfälle in Verbindung mit Corona und mehr als eine Million Infektionen.

Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Sanktionen haben dem Iran auch den Import von Corona-Impfstoffen erschwert. „Wenn wir über die Einfuhr der Impfstoffe sprechen, verfluchen wir hundert Mal diesen Trump, dem nicht mal die Gesundheit der Menschen wichtig ist“, sagte Präsident Hassan Ruhani. Die Einfuhr der Vakzine hätte mit einem kurzen Telefonat erledigt werden können, aber wegen der Sanktionen gebe es zahlreiche Hürden. Ruhani versprach den Iranern jedoch, dass seine Regierung einen Weg finden werde, die Impfstoffe rechtzeitig den Iranern zur Verfügung zu stellen.

Nach dem Ausstieg aus dem Wiener Atomabkommen 2018 verhängte die US-Regierung die nach eigenen Angaben härtesten Sanktionen gegen den Iran. Diese treffen auch die internationalen Bankverbindungen des Landes. Da internationalen Banken wegen der Sanktionen ihre Zusammenarbeit mit dem Iran einstellen mussten, kann der Gottesstaat über das ausländische Bankensystem de facto weder etwas kaufen noch verkaufen. Zwar sollten bei Medikamenten und Lebensmitteln Ausnahmen gelten, doch nach Angaben der iranischen Zentralbank gab es auch die nicht.

Sarah Cames