Letztes Update:
20201224123909

Estland Regierung verschärft Corona-Maßnahmen

10:37
23.12.2020
In Estland muss sich die Bevölkerung auf strenge Corona-Maßnahmen über den Jahreswechsel und Anfang 2021 einstellen. Die Regierung des baltischen EU-Landes verschärfte am Mittwoch die geltenden Beschränkungen in der Hauptstadt Tallinn und der umliegenden Region. Gastronomische Betriebe dürfen von 28. Dezember bis 17. Januar nur noch außer Haus verkaufen und Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten bleiben weitestgehend geschlossen. Veranstaltungen und Versammlungen in Innenräumen sind untersagt, im Freien dürfen daran nur noch bis zu zehn Personen teilnehmen.

Ausgenommen von den Einschränkungen sind Kirchen: Sie dürfen auch über Weihnachten offen bleiben, die Zahl der Gottesdienstbesucher ist aber auf maximal 50 Prozent der normalen Kapazität begrenzt.

Mit den neuen Regelungen soll eine Überlastung des Gesundheitswesens verhindert werden. „Leider sehen wir, dass die bestehenden Maßnahmen nicht ausreichten, um den Wachstumstrend des Virus zu verlangsamen“, sagte Regierungschef Jüri Ratas. Er rief seine Landsleute dazu auf, das Weihnachtsfest nur im engsten Familienkreis verbringen.

Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohner registriert seit dem Herbst einen deutlichen Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen. Insgesamt wurden in dem Baltenstaat seit Beginn der Pandemie über 23.000 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

Jeff Wiltzius

90-jährige Schweizerin unter ersten Corona-Impflingen

10:32
23.12.2020
In der Schweiz sind am Mittwoch in einigen Kantonen die Corona-Impfungen angelaufen. Eine der ersten, die den Wirkstoff als Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bekam, war eine 90 Jahre alte Frau aus einem Altenheim bei Luzern, wie die Gesundheitsdirektion des Kantons berichtete.

Die Schweizer Regulierungsbehörde Swissmedic hatte den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer am vergangenen Samstag zugelassen. Die ersten knapp 110.000 Impfdosen waren am Dienstag angeliefert worden. Die Armee ist für die Verteilung der Bestände im ganzen Land zuständig.

Jeff Wiltzius

Handgemenge zwischen Lkw-Fahrern und Polizei in Dover

09:34
23.12.2020
Am englischen Hafen Dover ist es zwischen wartenden Lastwagenfahrern und der Polizei zu Schubsereien und Handgemenge gekommen. Frustrierte Fahrer hätten die Polizei ausgepfiffen, einige versuchten, an den Beamten vorbeizukommen, wie britische Medien am Mittwoch berichteten. Zuvor hatten Großbritannien und Frankreich mitgeteilt, dass von Mittwoch an wieder Lastwagen über den Ärmelkanal in die EU setzen dürfen. Allerdings müssen Fahrer einen negativen Corona-Test vorweisen.

In Dover und Umgebung warten nach Schätzungen des britischen Speditionsverbands bis zu 10.000 Lastwagen auf die Ausreise nach Frankreich. Das Land hatte in der Nacht zum Montag die Grenze nach Großbritannien auch für den Warenverkehr geschlossen - aus Angst vor einer Ausbreitung der neuen Corona-Variante.

Sarah Cames