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20201224052706

Irland verschärft Corona-Regeln nach Weihnachten deutlich

14:47
22.12.2020
(dpa) - Um eine Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante zu verhindern, verschärft Irland nach Weihnachten seine Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie deutlich. Die Beschränkungen kommen einer Ausgangssperre gleich.

Die Regierung handele „schnell und aggressiv“ als Antwort auf steigende Infektionszahlen, sagte Ministerpräsident Micheal Martin am Dienstag. Die Maßnahmen seien unter der Vermutung getroffen worden, dass sich die hoch ansteckende Virus-Mutation bereits in Irland ausbreite.

Restaurants und Pubs müssen vom 24. Dezember an schließen. Nach Weihnachten sind nicht zwingend notwendige Reisen außerhalb der eigenen Heimatregion (County) untersagt, von Neujahr an sind keine privaten Besuche mehr gestattet. Zu Hochzeiten und Beerdigungen sind deutlich weniger Teilnehmer zugelassen. Der öffentliche Nahverkehr wird auf ein Viertel heruntergefahren. Das Einreiseverbot für Flüge aus Großbritannien wurde zunächst bis zum 31. Dezember verlängert.

Irland mit gut 4,9 Millionen Einwohnern hat etwas mehr als 80.000 Corona-Infektionen gemeldet. 2.158 Menschen sind mit oder an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Jeff Wiltzius

USA: Wirtschaft erholt sich im Sommer deutlich von Corona-Schock

14:45
22.12.2020
(dpa) - Die Wirtschaft der USA hat sich im Sommer noch etwas stärker als erwartet von dem coronabedingten Konjunktureinbruch im Frühjahr erholt. Nach der in den USA üblichen Betrachtungsweise stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 33,4 Prozent stärker als im Vorquartal, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington laut einer dritten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt eine Bestätigung der zweiten Schätzung erwartet, die ein Wachstum von 33,1 Prozent ergeben hatte.

Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft in historischem Ausmaß um auf das Jahr hochgerechnet 31,4 Prozent eingebrochen. Grund waren die Corona-Beschränkungen. Im dritten Quartal wurden diese dann wieder gelockert.

Zuletzt aber hat sich die Corona-Krise auch in den USA wieder zugespitzt. In mehreren Bundesstaaten wurden Beschränkungen verschärft. Dies dürfte im vierten Quartal erneut besonders den Dienstleistungssektor der größten Volkswirtschaft der Welt belasten.

In den USA werden die Wachstumsraten des BIP immer annualisiert angegeben, das heißt, die Daten eines Quartals werden hypothetisch auf das ganze Jahr hochgerechnet. Diese Betrachtungsweise ist bei großen Ausschlägen allerdings missverständlich. In Europa wird auf diese Annualisierung verzichtet, weshalb die Quartalsdaten aus den beiden großen Wirtschaftsräumen nicht unmittelbar miteinander vergleichbar sind.

Jeff Wiltzius