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Obama will sich gegen Corona impfen lassen

12:21
03.12.2020
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat keine Bedenken gegen eine Corona-Impfung. „Ich verspreche Ihnen, dass ich mir (den Impfstoff) geben lassen werde, wenn er für weniger gefährdete Menschen verfügbar gemacht wird“, sagte der 59-Jährige dem Sender Sirius XM, der am Mittwoch (Ortszeit) Ausschnitte vorab veröffentlichte. Vielleicht werde er sich das Vakzin im Fernsehen verabreichen oder sich dabei filmen lassen - „nur damit die Leute wissen, dass ich dieser Wissenschaft vertraue“.

Der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci hatte zuletzt Bedenken zurückgewiesen, wonach die Entwicklung der Impfstoffe zulasten von Verträglichkeit und Wirksamkeit beschleunigt werden soll. „Menschen wie Anthony Fauci, den ich kenne und mit dem ich zusammengearbeitet habe, vertraue ich voll und ganz“, sagte Obama über den Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten. Wenn Fauci sage, dass ein Impfstoff schütze, werde er sich „auf jeden Fall“ impfen lassen.

Ende November hatten die deutsche Firma Biontech und der Pharmakonzern Pfizer bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Bei einer Genehmigung könnten besonders gefährdete Menschen in den USA bereits Mitte Dezember geimpft werden. Berichten zufolge ist der amtierende Präsident Donald Trump mit dem Tempo bei der Zulassung von Impfstoffen unzufrieden. FDA-Chef Stephen Hahn betonte jedoch, dass er keinen politischen Druck zulassen werde.

Sarah Cames

Biden warnt Amerikaner vor 250.000 weiteren Corona-Toten

12:18
03.12.2020
Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner vor dramatisch steigenden Todeszahlen in der Corona-Pandemie gewarnt und eindringlich zu Schutzmaßnahmen aufgerufen. „Ich will niemandem Angst einjagen, aber verstehen Sie die Fakten: Wir werden zwischen jetzt und Januar wahrscheinlich weitere 250.000 Menschen verlieren“, sagte Biden am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Online-Veranstaltung mit Mitarbeitern und Besitzern kleiner Unternehmen. Am gleichen Tag überschritt die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Toten mit einer Corona-Infektion im Land erstmals seit Beginn der Pandemie die Schwelle von 3000.

Am Mittwoch meldeten die Behörden 3157 Tote mit einer bestätigten Corona-Infektion, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert mit 2607 Toten war am 15. April registriert worden. Zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie übertraf die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Neuinfektionen die Marke von 200.000. Sie lag am Mittwoch bei 200.070 und damit nur knapp unter dem bisherigen Rekord vom vergangenen Freitag mit rund 205.000 neuen Fällen.

Sarah Cames