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20201128114610

Briten erwägen, die Impfstoffzulassung zu umgehen

09:13
28.11.2020
Die britische Regierung erwägt, bei der Zulassung des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca und der Universität Oxford die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA zu umgehen. Unter Berufung auf eine Sonderregelung habe er ermöglicht, dass die britische Behörde MHRA Impfungen zulässt, wenn die Daten hinreichend seien, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Freitag. Eigentlich wäre bis zum Ende der Brexit-Übergangszeit bis Ende des Jahres die EMA für eine solche Zulassung zuständig.

Teddy Jaans

Lockerungen in Frankreich

07:51
28.11.2020
Aufatmen für Geschäfte und Spaziergänger: Frankreich hat von Samstag an weniger strikte Corona-Beschränkungen. Auch nichtlebensnotwendige Läden dürfen ihre Türen dann wieder öffnen - allerdings nur unter Auflagen. So müssen pro Kunde acht Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen. Die Wirtschaft hatte schon seit Wochen eine Wiederöffnung aller Geschäfte gefordert.

Für Sport und Spazieren im Freien wird künftig mehr Zeit eingeräumt. Statt bisher einer Stunde pro Tag sind nunmehr drei erlaubt, der Radius erweitert sich von 1 auf 20 Kilometer um den Wohnort herum. Auch außerschulische Aktivitäten dürfen draußen wieder stattfinden. Messen können mit maximal 30 Gläubigen wieder abgehalten werden. Auch Bibliotheken und Archive dürfen wieder öffnen.

Teddy Jaans

Black Friday: Bürgermeister von Rotterdam schließt Geschäfte

07:51
28.11.2020
Rotterdams Bürgermeister Ahmed Aboutaleb hat wegen Überfüllung des Stadtzentrums Geschäfte vorzeitig schließen lassen. Das sei am Abend in Absprache mit den Ladenbesitzern geschehen, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Freitag.

Wegen der Verkaufsaktion „Black Friday“ seien viele Menschen zum Shoppen gekommen. Appelle, nicht das Zentrum der niederländischen Hafenmetropole aufzusuchen, hätten nicht geholfen.

Teddy Jaans

Slowakei verlangt Corona-Tests von allen Einreisenden

19:37
27.11.2020
Angesichts zuletzt wieder leicht steigender Corona-Neuinfektionszahlen will die Slowakei ihre Einreisebestimmungen nachschärfen. Wie Gesundheitsminister Marek Krajci am Freitag vor Journalisten erklärte, sollen ab 7. Dezember alle Einreisenden einen negativen Corona-Test vorweisen oder verpflichtend in Quarantäne gehen müssen. Die Infektionszahlen seien in allen Nachbarländern höher als in der Slowakei, führte Krajci zur Begründung an.

Grundsätzlich galt diese Vorschrift zwar schon seit 16. November, doch waren bisher unter anderem Pendler und Studenten ausgenommen, auf die ein großer Teil der täglichen Grenzübertritte entfällt. Als Entgegenkommen kündigte der Minister für diese Gruppen aber an, dass für sie ein bis zu zwei Wochen alter Antigen-Schnelltest reiche, während die meisten anderen Einreisenden einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test brauchen.

Die Slowakei hatte ab dem 31. Oktober an mehreren Wochenenden Massentests an fast der gesamten Bevölkerung durchgeführt. Davon hatte sich Regierungschef Igor Matovic eine Senkung der Infektionszahlen erwartet, weil dabei über 50.000 positiv getestete Personen entdeckt und in Quarantäne geschickt wurden. Die Ärztekammer und andere Experten hatten die Massentests aber von Anfang an als teure und dabei ineffiziente Methode kritisiert.

Wegen noch dazu unsachgemäßer Durchführung der Massentests unter Zeitdruck und Personalmangel sei das Ergebnis noch dazu sehr unzuverlässig.

Jörg Tschürtz