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Corona-Hotspot Antwerpen führt nächtliche Ausgangssperre ein

10:17
28.07.2020
Wegen stark steigender Coronavirus-Fallzahlen führt die belgische Provinz Antwerpen eine nächtliche Ausgangssperre ein. Ab Mittwoch müssen die Bewohner der gesamten Region zwischen 23.00 und 6.00 Uhr zu Hause bleiben, wie der Krisenstab entschied. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist an allen öffentlichen Plätzen sowie dort, wo der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann, Pflicht, wie die Nachrichtenagentur Belga am späten Montagabend berichtete.

Restaurants und Kneipen müssen demnach um 23.00 Uhr schließen. Individuelle Kontakt- und Teamsportarten werden für Menschen ab 18 Jahren verboten. Das Arbeiten von zu Hause ist - falls möglich - Pflicht. In einigen Städten der Region gelten noch strengere Regeln.

Die Provinz Antwerpen war zuletzt zum Corona-Hotspot Belgiens geworden.
Allerdings steigen die Zahlen im gesamten Land. Deshalb hatte der Nationale Sicherheitsrat am Montag bereits unter anderem entschieden, dass Belgierinnen und Belgier in den kommenden vier Wochen nur noch mit fünf Personen - abgesehen vom eigenen Haushalt - engeren Kontakt haben dürfen. Zuvor lag die Zahl bei 15 Personen pro Woche.

Zwischen dem 18. und dem 24. Juli gab es in Belgien täglich durchschnittlich 311 Coronavirus-Infektionen. Dies ist ein Anstieg um 69 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Für die Stadt Antwerpen liegt der Wert sogar bei 711 Fällen.

dpa

Corona-Krise lässt Beschäftigung in Spanien einbrechen

10:07
28.07.2020
Die Corona-Krise schlägt sich im heftig betroffenen Spanien stark am Arbeitsmarkt nieder. Die Zahl der Beschäftigten sank von knapp 19,7 Millionen im ersten Quartal auf 18,6 Millionen im zweiten Quartal, teilte das Nationale Statistikinstitut INE am Dienstag mit.

Einen derart drastischen Einbruch habe es bisher noch nie in einem Quartal gegeben, schrieb die Zeitung „El País“. Der Internationale Währungsfonds IWF prognostiziert für dieses Jahr einen dramatischen Einbruch beim Bruttoinlandsprodukt Spaniens von mehr als 12 Prozent. Die EU hat Milliardenhilfen für Spanien und andere besonders unter der Pandemie leidende Länder beschlossen.

Insgesamt hätten die Zahlen noch viel dramatischer ausfallen können, wenn der Staat nicht mit Kurzarbeitergeld gegengesteuert hätte. Während der Zeit der drastischen Ausgangsbeschränkungen ab Mitte März bis in den Mai bezogen 3,38 Millionen Menschen ganz oder zeitweise Kurzarbeitergeld. Es wird befürchtet, dass auch von ihnen im Laufe des Jahres viele in der Arbeitslosigkeit landen könnten.

dpa