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20201125135306

Mehr als 500.000 Infektionen in Tschechien

09:33
25.11.2020
Tschechien hat die Schwelle von einer halben Million nachgewiesenen Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie überschritten. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Mittwoch einen Anstieg um 5854 Fälle innerhalb von 24 Stunden auf insgesamt 502 534. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in dem Land mit rund 10,7 Millionen Einwohnern stieg auf knapp 7500. Die Zahl der Neuinfektionen würde nicht so schnell sinken wie erhofft, sagte Innenminister Jan Hamacek nach einer Krisensitzung in Prag.

Teddy Jaans

Neuer Höchststand bei Corona-Toten in Polen - Massentests geplant

10:56
25.11.2020
Polen hat so viele Corona-Tote binnen eines Tages gemeldet wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Innerhalb von 24 Stunden seien 674 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Warschau mit. Damit gibt es in dem Land inzwischen fast 15.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Innerhalb eines Tages kamen zudem 15.362 Neuinfektionen hinzu. Damit ist die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle auf mehr als 924.000 gestiegen.

Polen bereitet nun nach der Slowakei und Italien ebenfalls Corona-Massentests vor. In drei Regionen solle die Bevölkerung auf freiwilliger Basis mit Antikörper-Schnelltests untersucht werden, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski. Geplant seien die Tests in den Verwaltungsbezirken Kleinpolen, Vorkarpaten und Schlesien im Süden des Landes. Dort zählen die Corona-Infektionszahlen zu den höchsten landesweit. Weitere Details dazu will die Regierung in Warschau in den kommenden Tagen bekannt geben.

Sarah Cames

Yves Mersch: "EZB-Coronanotkaufprogramm vor Verlängerung"

09:12
25.11.2020
Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert auf eine Verlängerung ihres milliardenschweren Corona-Notkaufprogramms zu. „Da die Folgen dieser Pandemie wahrscheinlich länger dauern werden als bei unserer letzten Entscheidung im Sommer vorausgesehen, ist die Verlängerung der Zeitachse ein offensichtlicher Kandidat für die Kalibrierung“, sagte das luxemburgische EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch über das Anleihenkaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der „Financial Times“.

Die EZB hat für ihre Dezember-Sitzung (10.12.) eine „gründliche Neubeurteilung“ der Lage angekündigt. Europas Währungshüter ließen keinen Zweifel daran, dass sie im Kampf gegen die negativen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie noch einmal nachlegen wollen.

Mersch, dessen achtjährige Amtszeit bei der EZB am 14. Dezember dieses Jahres endet, bekräftigte in dem Interview die Einschätzung anderer führender EZB-Vertreter, dass sich in der aktuellen Krise das Kaufprogramm PEPP sowie besonders günstige Langfristkredite für Geschäftsbanken (TLTRO) als besonders wirkungsvoll erwiesen hätten.

Teddy Jaans