Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert auf eine Verlängerung ihres milliardenschweren Corona-Notkaufprogramms zu. „
Da die Folgen dieser Pandemie wahrscheinlich länger dauern werden als bei unserer letzten Entscheidung im Sommer vorausgesehen, ist die Verlängerung der Zeitachse ein offensichtlicher Kandidat für die Kalibrierung“, sagte das luxemburgische EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch über das Anleihenkaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der „Financial Times“.
Die EZB hat für ihre Dezember-Sitzung (10.12.) eine „gründliche Neubeurteilung“ der Lage angekündigt. Europas Währungshüter ließen keinen Zweifel daran, dass sie im Kampf gegen die negativen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie noch einmal nachlegen wollen.
Mersch, dessen achtjährige Amtszeit bei der EZB am 14. Dezember dieses Jahres endet, bekräftigte in dem Interview die Einschätzung anderer führender EZB-Vertreter, dass sich in der aktuellen Krise das Kaufprogramm PEPP sowie besonders günstige Langfristkredite für Geschäftsbanken (TLTRO) als besonders wirkungsvoll erwiesen hätten.
Teddy Jaans