Letztes Update:
20201119051243

Bundestag beschließt Änderungen am deutschen Infektionsschutzgesetz

15:13
18.11.2020
Der Bundestag hat in Deutschland den Weg für die von der schwarz-roten Koalition geplanten Änderungen im Infektionsschutzgesetz freigemacht.

415 Abgeordnete stimmten am Mittwoch für die Reform, um die Corona-Maßnahmen künftig auf eine genauere rechtliche Grundlage zu stellen. 236 stimmten dagegen, 8 enthielten sich bei der namentlichen Abstimmung.

Ebenfalls am Mittwoch ist nun noch die Abschlussberatung im Bundesrat (Länderkammer) geplant, der dafür zu einer Sondersitzung zusammengekommen ist. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird das Gesetz möglicherweise noch am selben Tag ausfertigen, so dass es in Kraft treten kann.

Bei Protesten mehrerer Tausend Teilnehmer gegen die Gesetzesänderung und die staatliche Corona-Politik in der Nähe des Bundestages kam es parallel zur Debatte im Parlament zu Auseinandersetzungen mit der Polizei und auch zum Einsatz von Wasserwerfern. Die Polizei sprach zudem von mehr als 100 Festnahmen.

Das Infektionsschutzgesetz war im Zuge der Corona-Pandemie schon mehrfach reformiert worden. Gleich zu Beginn im Frühjahr wurde eingeführt, dass der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellen kann. Der Bundestag tat dies damals umgehend und gab damit dem Bundesgesundheitsministerium Sonderbefugnisse, um Rechtsverordnungen zu erlassen, ohne dass der Bundesrat zustimmen muss. Normalerweise ist bei Verordnungen der Regierung ein Ja der Länderkammer notwendig.

Tom Rüdell

Trier: Quarantäne in Asylbewerberunterkunft aufgehoben

15:13
18.11.2020
Nach Dutzenden Corona-Fällen in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (AfA) in Trier ist die Quarantäne aufgehoben worden. Das teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion am Mittwoch in Trier mit.

Die Einrichtung war am 24. Oktober komplett unter Quarantäne gestellt worden, nachdem sich 38 Menschen mit dem Virus infiziert hatten. „Die Ergebnisse aller Nachtestungen waren negativ, so dass die AfA jetzt als infektionsfrei gilt“, hieß es in der Mitteilung der Direktion vom Mittwoch. In Rheinland-Pfalz gibt es vier solcher Aufnahmeeinrichtungen.

Tom Rüdell