Letztes Update:
20201119051243

Dänemark: Nerzskandal kostet zuständigen Minister den Job

11:59
18.11.2020
Die Verwirrung um die Massenkeulung von Millionen Nerzen in Dänemark hat zum Rücktritt des zuständigen Ministers geführt. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass er nicht länger die ausreichende Unterstützung einer Mehrheit der dänischen Parlamentsparteien innehabe, schrieb Lebensmittelminister Mogens Jensen am Mittwoch auf Facebook. Deshalb habe er Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mitgeteilt, aus der Regierung auszutreten.

Damit erreichen zwei turbulente Wochen in Dänemark im Zuge der veranlassten Tötung von Millionen Pelztieren vorerst ihren Höhepunkt. Frederiksen hatte am 4. November angekündigt, dass alle Nerze im Land gekeult werden sollen, weil das Corona-Virus in den Tieren mutiert sei und sich bereits auf den Menschen übertragen habe. Besonders die sogenannte Cluster-5-Variante des Virus war vom dänischen Gesundheitsinstitut SSI als besorgniserregend eingestuft worden, weil diese nach Angaben des Instituts mögliche Auswirkungen auf künftige Corona-Impfstoffe haben könnte.

Wie sich herausstellte, fehlte für die Massenkeulung aber die nötige Rechtsgrundlage. Das hatte Jensen erst mehrere Tage nach der Ankündigung der Maßnahme eingeräumt. Mittlerweile hat sich die Regierung eine Parlamentsmehrheit für einen gesetzlichen Rahmen gesichert, der den rapiden Schritt rechtlich absichern und die Nerzhaltung in Dänemark bis Ende 2021 verbieten soll.

Sarah Cames

Lehrergewerkschaft: "Schwimmunterricht ist problematisch"

11:32
18.11.2020
Der Sportunterricht in den Schulen bleibt - auch im Falle einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Doch besonders der Schwimmunterricht bereitet Sorgen.

Sarah Cames

Neue Teststation in Planung

10:57
18.11.2020
In Luxemburg könnte ein zusätzliches Covid-Testzentrum im Rahmen der Large-Scale-Testing-Kampagne eingerichtet werden. Die bestehende Einrichtung in Schieren wird bekanntlich morgen, Donnerstag, geschlossen und ab Freitag durch eine neue Teststation in Roost ersetzt.

Es könnte aber noch eine weitere Anlaufstelle für Corona-Tests eingerichtet werden, wie Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Mittwoch in einer parlamentarischen Antwort an die CSV-Abgeordnete Martine Hansen erklärt.

Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, wird die Kapazität im Rahmen des Large-Scale-Testing derzeit schrittweise von 53.000 auf 70.000 Tests pro Woche erhöht, erklärt Lenert. "Um diese zusätzlichen Tests ausführen zu können, ist unter anderem vorgesehen, dass eine zusätzliche Teststation eröffnen soll."

Allerdings ist der Standort dieser Station noch nicht fixiert. "Die Überlegungen zum Standort laufen gerade. Dabei werden Kriterien wie die Auslastung der bestehenden Teststationen und die Bevölkerungsdichte eine Rolle spielen." Hansen hatte in ihrer Anfrage an Lenert bedauert, dass es im Nordwesten des Landes bislang keine LST-Teststation gebe.

Large Scale Testing: Die bestehenden Teststationen in der Übersicht.

Sarah Cames