Der österreichische Regierungschef Sebastian Kurz will ähnlich wie Nachbar Slowakei Corona-Massentests in der Bevölkerung durchführen. In der Slowakei seien die Massentests sehr erfolgreich gewesen, um das Infektionsgeschehen zu drücken, sagte Kurz in der ORF-Sendung "Pressestunde". Die Massentests sollen am Ende des am Dienstag beginnenden zweiten Lockdowns (dieser dauert bis 6. Dezember, Anm.) sowie vor Weihnachten stattfinden. Dies soll möglichst sichere Feierlichkeiten ermöglichen.
Die Slowakei hatte an den vergangenen Wochenenden die Bevölkerung im Alter von zehn bis 65 Jahren zu Covid-Schnelltests aufgerufen. An der ersten Runde nahmen 3,6 Millionen der 5,5 Millionen Einwohner teil. Wer kein negatives Testergebnis vorweisen konnte, war von einer strikten Ausgangssperre betroffen und durfte nicht in die Arbeit gehen. „Das ist ein absolutes Erfolgsbeispiel und wir haben uns entschieden, hier in Österreich einen ähnlichen Schritt zu machen“, sagte Kurz. Über die genauen Pläne wolle die Regierung im Lauf der Woche informieren.
„Wir werden einerseits diese Massentests in gewissen Gruppen, zum Beispiel bei Lehrerinnen und Lehrern, aber auch bei anderen Gruppen nutzen, um mit dem 7. (Dezember) möglichst sicher wieder aufsperren zu können“, sagte Kurz.
Österreich hatte am Samstag verkündet, bis 6. Dezember schärfere Ausgangsregeln In Kraft zu setzen. Handel und Schulen bleiben geschlossen.
Jörg Tschürtz