Angesichts von Rekord-Infektionszahlen sieht die deutsche Regierung wenig Anlass, die derzeitigen Corona-Beschränkungen zu lockern.
Wie weit die November-Beschränkungen für die Gastronomie oder die Kultur auch im Dezember noch aufrechterhalten werden, ließ Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag offen.
Am kommenden Montag schalten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder - wie bei der vergangenen Sitzung Ende Oktober verabredet - zu erneuten Beratungen zusammen. Nennenswerte Änderungen der derzeitigen Bestimmungen sind dabei wohl nicht zu erwarten. Ein Thema könnte die sich verschärfende Situation an Schulen und Kitas sein.
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag mit 23.542 Neu-Infektionen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand. Am vergangenen Samstag war mit 23.399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg demnach bis Freitag um 218 auf insgesamt 12.200.
Angesichts dieser Zahlen dämpften mehrere Ministerpräsidenten Erwartungen an Änderungen der Beschlüsse bei den jüngsten Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie. Die Runde hatte den seit dem 2. November geltenden Teil-Lockdown beschlossen, der am Montag zwei Wochen anhält und zunächst bis Ende November in Kraft bleiben soll. Freizeiteinrichtungen sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen.