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Premier Bettel richtet Appell an Luxemburgs Bürger

15:26
13.11.2020
In den sozialen Medien hat sich Premierminister Xavier Bettel (DP) am Freitagnachmittag mit stärkenden Worten an Luxemburgs Bürger gewendet. 

Die Regierung sei sich bewusst, dass die aktuelle Situation nicht leicht sei, so der Premier in seinem Statement. "Es ist eine permanente Stresssituation für jeden von uns. Auch, wenn es einem nicht jederzeit bewusst ist und man versucht, nicht daran zu denken, so kratzen die täglichen Nachrichten doch an unserem Gemütszustand."

Trotzdem habe man die Pandemie noch nicht überstanden - es gelte also, trotz allem weiter die geltenden Maßnahmen zu  beachten. "Es ist uns als Regierung und mir persönlich auch sehr bewusst, dass diese Regeln nicht immer gerecht scheinen, dass es keine hundertprozentige Kohärenz gibt, und ganz bestimmt auch noch punktuelle Unklarheiten." Es sei aber ganz einfach nicht möglich, jede einzelne Situation zu erfassen und über ein Gesetz zu reglementieren. Daher sei man darauf angewiesen, dass jeder weiterhin Solidarität beweist.

Momentan sei die Situation stabil, so Bettel. Alles in allem habe man die Lage - trotz wesentlich höherer Fallzahlen als noch im März - weitestgehend im Griff.

Damit das so bleibe, müsse man kollektiv zusammenarbeiten: "Macht, was nötig ist, und versucht auf das zu verzichten, das nicht nötig ist. Es geht um euch, es geht um uns, es geht um jeden."

Sarah Cames

Schweden wieder mit deutlich höchsten Corona-Zahlen in Skandinavien

15:02
13.11.2020
Das in der Corona-Krise mit recht freizügigen Maßnahmen vorgehende Schweden verzeichnet mittlerweile wieder die mit Abstand höchsten Neuinfektionszahlen in Nordeuropa. Wie am Freitag aus den Vergleichswerten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorging, lag die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Schweden in den vergangenen 14 Tagen bei knapp 485 pro 100.000 Einwohner. Das sind auf die Bevölkerung heruntergerechnet neunmal so viele Fälle wie in Finnland (54) und auch deutlich mehr als in Island (124), Norwegen (140) und Dänemark (257).

Europaweit hat Finnland demnach auf die vergangenen 14 Tage gerechnet die mit Abstand niedrigsten Neuinfektionswerte. Auch in Island, Irland und Norwegen sieht es im europäischen Vergleich gut aus. Schweden liegt zwar über dem Wert Deutschlands (303), aber weit hinter besonders stark betroffenen EU-Ländern wie Tschechien, Österreich und Slowenien.

Schweden hatte zu Herbstbeginn relativ wenige Neuinfektionen registriert, die Zahlen nehmen aber seit Mitte Oktober wieder stark zu. Am Freitag kamen im Vergleich zum Vortag 5990 Neuinfektionen und 42 neue Todesfälle hinzu, womit das EU-Land mit seinen etwa 10,3 Millionen Einwohnern mittlerweile auf mehr als 177.000 bestätigte Infektionen sowie 6164 Todesfälle kommt. Seit dem Beginn der Pandemie im Frühjahr ist Schweden im Vergleich zu den meisten anderen Ländern Europas mit relativ lockeren Maßnahmen und Appellen an die Vernunft der Bürger gegen die Ausbreitung des Corona-Virus vorgegangen.

Sarah Cames