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Corona-Lage in Deutschland: Keine Lockerungen in Sicht

06:25
13.11.2020
Mehrere Ministerpräsidenten in Deutschland haben Erwartungen an neue Beschlüsse bei den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am kommenden Montag gedämpft. Die Runde der Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte den seit dem 2. November geltenden Teil-Lockdown beschlossen, der am Montag zwei Wochen anhält und zunächst bis Ende November in Kraft bleiben soll.

Lokale und andere Freizeiteinrichtungen sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen. Und die Corona-Lage bleibt ernst - für Hoffnungen auf Lockerungen scheint es derzeit keinen Anlass zu geben. Die Pandemie "wird uns noch den ganzen Winter beschäftigen", sagte Merkel am Mittwoch.

Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts sind derzeit 257.200 Personen in Deutschland nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Innerhalb von 24 Stunden wurden 23.452 Neuinfektionen – und somit ein neuer Höchststand – gemeldet. 

Jörg Tschürtz

Frankreich hält an Corona-Ausgangsbeschränkungen vorerst fest

20:18
12.11.2020
Trotz einer leichten Verbesserung der Corona-Situation hält Frankreich an seinen strengen Ausgangsbeschränkungen fest. Es wäre „unverantwortlich“, die Regeln jetzt zu lockern oder aufzuheben, sagte Frankreichs Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend. Es handle sich bisher nur um einen fragilen Trend, aber man sehe positive Entwicklungen. Der Druck in den Krankenhäusern sei jedoch extrem hoch, und der Spitzenwert bei den Krankenhauseinweisungen habe sogar die Zahlen vom April übertroffen. Einer von vier Todesfällen im Land werde derzeit mit Covid-19 in Verbindung gebracht.

In dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern gelten seit rund zwei Wochen strenge Ausgangsbeschränkungen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte angekündigt, dass die Maßnahmen zunächst rund einen Monat bis zum 1. Dezember befristet sein sollten. Nach den ersten zwei Wochen sollte es aber eine erste Überprüfung der Lage geben. Castex stellte nun eine mögliche Öffnung des Einzelhandels für Anfang Dezember in Aussicht. Er machte aber deutlich, dass Restaurants oder Bars auch dann vorerst weiter geschlossen bleiben würden. Auch die Ausgangs-Formulare blieben erhalten.

Der Premier warnte mit Blick auf Weihnachten und Silvester davor, mit Dutzenden Menschen zu feiern. Das wäre „unvernünftig“. Frankreich könnte den Höhepunkt der Epidemie in den nächsten Tagen erreichen, hieß es weiter. Mehr als 40.000 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit Corona in Frankreich gestorben. Gesundheitsminister Olivier Véran teilte mit, dass Frankreich 20 Millionen weitere Antigen-Schnelltests bestellt habe.

Die Menschen dürfen in Frankreich nur aus triftigem Grund auf die Straße und müssen dafür jeweils ein Formular ausfüllen - das wird polizeilich kontrolliert. Der Einzelhandel und Restaurants sind geschlossen. Anders als im Frühjahr sind Schulen aber geöffnet. „Ich habe dem Innenminister die Anweisung gegeben, streng zu sein, und ihn gebeten, die Mobilisierung der Strafverfolgungsbehörden, insbesondere in Paris (...) und den Großstädten, weiter zu verstärken“, sagte Castex. „Der Feind ist nicht der Staat oder die Regierung, es ist das Virus.“

Sarah Cames