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Erhöhtes Ansteckungsrisiko in Restaurants, Fitnesscentern und Hotels

05:48
11.11.2020
Einer Studie aus den USA zufolge spielen Restaurants, Fitnesscenter und Hotels bei der Verbreitung des Corona-Virus eine starke Rolle. Forscher der Stanford University und der Northwestern University werteten dabei Handy-Daten von 98 Millionen Menschen aus, um die Infektionsrisiken an verschiedenen Orten zu untersuchen.

Die Daten wurden zwischen März und Mai in verschiedenen US-Städten gesammelt. Untersucht wurde, wohin die Menschen gingen, wie lange sie blieben, wie viele andere sich dort aufhielten und aus welchen Stadtvierteln sie kamen. Diese Informationen kombinierten die Wissenschaftler dann mit Daten über die Zahl der Fälle und die Ausbreitung des Virus, um daraus Infektionsmodelle zu erstellen.

In Chicago zum Beispiel sagte das Modell der Studie voraus, dass bei einer Wiedereröffnung von Restaurants mit voller Kapazität fast 600.000 neue Infektionen auftreten würden, dreimal so viele wie bei anderen Kategorien. Die Studie, die am Dienstag in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde, ergab auch, dass etwa zehn Prozent der untersuchten Orte für 85 Prozent der vorhergesagten Infektionen verantwortlich waren. Hier spielt offenbar der Superspreader-Effekt eine Rolle: Eine Person steckte jeweils zahlreiche andere an. 

Der Studie zufolge könnte eine Lösung sein, die Besucherzahlen in diesen Einrichtungen zu begrenzen.


 

Jörg Tschürtz