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PLO-Vertreter Erekat nach Corona-Erkrankung gestorben

09:39
10.11.2020
Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, ist tot. Dies teilte die Fatah-Partei am Dienstag mit. Der 65-Jährige war wegen schwerer Atemprobleme nach einer Corona-Erkrankung Mitte Oktober nach Jerusalem ins Krankenhaus gebracht worden. Seither hatten Ärzte um das Leben des ehemaligen Unterhändlers bei Friedensgesprächen gekämpft. Nach einer Verschlechterung seines Zustands war er in Vollnarkose versetzt und künstlich beatmet worden.

Nach Angaben der Ärzte war die Behandlung besonders schwierig, weil Erekats Immunsystem nach einer Lungentransplantation vor drei Jahren unterdrückt war. Dazu seien die Corona-Erkrankung sowie eine bakterielle Infektion gekommen. Erekat galt als enger Vertrauter von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Der promovierte Politikwissenschaftler war seit Mitte der 1990er Jahre Chefunterhändler bei den Verhandlungen mit Israel. Seit 2014 liegen die Gespräche brach.

Erekat hatte sich für eine Zwei-Staaten-Lösung eingesetzt und den israelischen Siedlungsausbau stets scharf als Hindernis für den Frieden kritisiert. Dass zuletzt israelische Ärzte um sein Leben kämpften, löste in sozialen Medien viele hämische Kommentare aus. Erekat hinterlässt eine Frau und vier Kinder.

Jörg Tschürtz

Mehr als 5.000 Corona-Tote in Tschechien

09:37
10.11.2020
In Tschechien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 5.000 überschritten. Insgesamt seien 5.074 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag in Prag mit. Bei den täglichen Neuansteckungen zeichnete sich indes eine Entspannung ab. Im Laufe des Montags wurden 6.048 neue Fälle registriert, die geringste Zahl an einem Werktag seit knapp einem Monat.

Tschechien hatte drastische Maßnahmen ergriffen, um die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen wie eine nächtliche Ausgangssperre sowie die Schließung von Schulen und Restaurants. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

Jörg Tschürtz

Regierung wirft ADR-Abgeordnetem Verbreitung von Falschinformationen vor

09:35
10.11.2020
Die Regierung widerlegt in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung diverse Falschinformationen über das Tragen von Masken. Der ADR-Deputierte Jeff Engelen hatte in seiner Anfrage die Sinnhaftigkeit eines Mund-Nasen-Schutzes angezweifelt und Befürchtungen über mögliche "physische und psychische Nebenwirkungen" geäußert.

Die Minister Paulette Lenert (Gesundheit), Dan Kersch (Arbeit, beide LSAP) und Corinne Cahen (Familie, DP) betonen in ihrer Antwort an Engelen, dass es in der Zwischenzeit "ganz klare wissenschaftliche Beweise" gebe, wonach das Tragen von Masken sowie die Einhaltung von Abstandsregeln "wirkungsvoll" zur Vermeidung einer Corona-Ansteckung beitrügen. Masken aus Baumwolle seien zwar weniger "efficace" wie chirurgische Masken, aber "ganz klar besser als keine Maske". Mögliche negative Einflüsse auf die psychische Verfassung hingen auch von der gesellschaftlichen Akzeptanz der Maske ab.

Für die Behauptung, dass durch Masken der Sauerstoffgehalt im Blut sinke, gebe es keinen medizinischen Beweis, so die Minister. Anders sei dies bei Kohlenstoffdioxid (CO2): "Bei Menschen, die schwer lungenkrank sind, kann sich der CO2-Gehalt erhöhen, wenn sie eine Maske tragen. Das ist selten bei normalen Masken der Fall, sondern eher bei FFP2-Masken, die viel dichter sind." Menschen mit entsprechenden Erkrankungen seien daher gesetzlich nicht dazu verpflichtet, eine Maske zu tragen.

In Bezug auf die Maskentragpflicht am Arbeitsplatz schreiben die Minister:

Et ass wouer, dass e Mask ze droen net onbedengt agréabel ass, besonnesch wann een domat schaffe muss. Et ass awer erstaunlech, dass sait iwwert honnert Joer, wou Masken am Gesondheetssecteur benotzt ginn, ni een do e Problem gesinn huet bei Leit aus dësem Beraich, déi oft stonnelaang bei der Aarbecht Masken droen a schwéier kierperlech Aarbecht maachen, an elo plëtzlech do ee Problem soll sinn an der Educatioun, der Gastronomie oder der Konstruktioun, an dofir aarbechtsrechtlech Dispositiounen solle spillen.

Link zur parlamentarischen Antwort

Jörg Tschürtz