Für die Menschen im Norden Dänemarks hat eine mehrwöchige Zeit mit strikten Corona-Maßnahmen begonnen. Grund dafür ist eine Coronavirus-Mutation bei Nerzen, die bislang bei zwölf Personen in der Region Nordjütland nachgewiesen worden ist und laut Behördenangaben Auswirkungen auf mögliche künftige Corona-Impfstoffe haben könnte. Deshalb hat die Regierung in Kopenhagen die Tötung des gesamten Nerzbestandes im Land angeordnet - es handelt sich um Millionen Tiere.
Zudem gelten in sieben nordjütländischen Kommunen ab Montag weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens: Unter anderem wird dort der öffentliche Nahverkehr weitgehend eingestellt.
Nur noch Schüler sollen die Kommunengrenzen per Bus überschreiten dürfen. Nicht alle Kinder und Jugendlichen in den betroffenen Gemeinden müssen aber in die Schule kommen: Fünft- bis Achtklässler sollten ab Montag aus der Ferne unterrichtet werden, weil in Nordjütland zuletzt eine hohe Zahl an Infektionen unter Zehn- bis 14-Jährigen beobachtet worden ist. Auch die weiterführenden Bildungseinrichtungen sollten auf Fernunterricht umstellen. Zudem sind Sporthallen, Schwimmbäder und Fitnessstudios von nun an dicht, Gleiches gilt für Kultureinrichtungen wie Museen, Kinos und Theater.
Bereits am Samstag mussten Restaurants, Kneipen und andere Lokale schließen - sie dürfen aber noch Essen zum Mitnehmen anbieten. Die rund 280.000 Einwohner der betroffenen Kommunen werden darüber hinaus aufgefordert, einen Corona-Test zu machen und zudem nur in wichtigen Ausnahmefällen die Kommunengrenzen zu überschreiten. Alle außerhalb dieses Gebiets lebenden Menschen in Dänemark werden eindringlich aufgerufen, nicht dort einzureisen.