In Russland sind erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 20.000 neue Infektionen mit dem Corona-Virus an einem Tag registriert worden. Damit habe es seit Beginn der Pandemie im Frühjahr mehr als 1,7 Millionen erfasste Fälle gegeben, teilten die Behörden am Freitag in Moskau mit. Seit Anfang Oktober gibt es in dem flächenmäßig größten Land der Erde beinahe täglich neue Höchstwerte.
In dem Land starben nach offiziellen Daten bislang etwa 29.900 Menschen, mehr als 1,2 Millionen gelten als genesen. Experten rechnen bei den Infektionen in Russland allerdings mit einer hohen Dunkelziffer.
Am stärksten betroffen ist derzeit Europas größte Metropole Moskau. In der Hauptstadt wurden am Freitag 6000 Neuinfektionen bekannt. Groß ist die Sorge bei den Menschen, dass es einen Lockdown wie im Frühjahr geben könnte.
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Agentur Interfax zufolge, angesichts weiter steigender Zahlen würden „zusätzliche Maßnahmen“ ergriffen. Eine Quarantäne sei aber nicht geplant.
In Russland gilt eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln. Schüler höherer Klassenstufen müssen zu Hause lernen. In einigen Regionen gibt es bereits Berichte über überfüllte Krankenhäuser.