Letztes Update:
20201117163103

Weitere Einschränkungen in den Niederlanden

17:24
03.11.2020
Die Niederlande haben die Maßnahmen im Teil-Lockdown weiter drastisch verschärft. „Bleiben Sie so viel wie möglich zu Hause“, mahnte der niederländische Premier Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag. Bewegungen im Land müssten möglichst reduziert werden. „Gehen Sie nicht zum Spaß shoppen“, sagte Rutte. Alle öffentlichen Gebäude werden geschlossen. Außerdem sollen Bürger bis Mitte Januar nicht ins Ausland reisen. Deutschland wurde zum Risikogebiet erklärt und von nicht dringend notwendigen Reisen abgeraten.

Teddy Jaans

Erneuter EU-Videogipfel

15:57
03.11.2020
Über die Zuspitzung der Corona-Pandemie beraten am 19. November erneut die EU-Staats- und Regierungschefs. EU-Ratschef Charles Michel habe eine weitere Videokonferenz einberufen, teilte ein Sprecher am Dienstag auf Twitter mit. Die 27 Staatenlenker hatten verabredet, die Entwicklung der Pandemie und mögliche gemeinsame Gegenmaßnahmen regelmäßig zu besprechen. Vorige Woche hatten sie bei einer ersten Videokonferenz eine enge Abstimmung der Strategien beim Testen, bei der Kontaktverfolgung und beim Impfen vereinbart.

Teddy Jaans

Italien vor ersten Teil-Lockdowns

17:17
03.11.2020
Italien steht im Anti-Corona-Kampf vor Teil-Lockdowns in mehreren Regionen. Nach gleichlautenden Medienberichten vom Dienstag könnten unter anderem die Lombardei und das Piemont im Norden zu sogenannten roten Zonen mit besonders hohem Risiko erklärt werden. Die autonome Provinz Südtirol nahm erhebliche Verschärfungen bereits vorweg und macht viele Läden ab Mittwoch dicht.

Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte am Montag in Rom ein Dekret angekündigt, wonach der Corona-Schutz in bestimmten Stark-Risiko-Zonen hochgefahren werden soll. Außerdem plant Rom landesweite nächtliche Ausgangssperren. Die letzten Verhandlungen mit den 20 Regionen und mit Experten zu dem Dekret liefen am Dienstag noch. Der Erlass wurde für den Abend oder für Mittwoch erwartet.

In der Provinz Südtirol gilt bereits ab Mittwoch eine Ausgangssperre von 20.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Die Vorschrift gelte zunächst bis zum 22. November, teilten die Verantwortlichen in Bozen am Montag mit. Hotels dürfen keine neuen Touristen mehr aufnehmen, sondern nur Gäste auf Arbeitsreisen. Einzelhandelsgeschäfte - mit Ausnahme für Lebensmittel und den täglichen Bedarf - werden geschlossen.

Die Regierung in Rom hatte ihre Maßnahmen zum Corona-Schutz bereits im Laufe des Oktobers mehrfach verschärft. Sie will aber einen strengen nationalen Lockdown wie im Frühjahr bei der ersten Virus-Welle vermeiden. Das 60-Millionen-Einwohner-Land hatte am Montag rund 22.250 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. In Italien steckten sich im Schnitt Ende Oktober in einer Woche bezogen auf 100.000 Einwohner etwa 167 Menschen mit dem Virus an.

Sarah Cames