Letztes Update:
20201117163103

Corona-Krise: Italiens Premier kündigt neue Verschärfungen an

12:54
02.11.2020
Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat im Kampf gegen die zweite Corona-Welle weitere Verschärfungen wie Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und die Schließung aller Museen angekündigt. Conte sagte am Montag in Rom vor dem Abgeordnetenhaus, der größeren der beiden Parlamentskammern, geplant seien neue nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Land. Uhrzeiten nannte er nicht. Außerdem solle Italien in drei Risikozonen eingeteilt werden. Ein Teil der neuen Regeln werde in ganz Italien gelten. Noch strengere Vorschriften würden speziell für Zonen mit sehr hohem Ansteckungsrisiko erlassen.

Reisen in und aus Hochrisiko-Zonen sollten - abgesehen von Fahrten mit wichtigen Gründen - beschränkt werden, sagte Conte. Die Mitte-Links-Regierung plant zudem national für öffentliche Transportmittel eine Obergrenze von 50 Prozent der Plätze, die besetzt werden dürfen. Große Einkaufszentren sollten an Feiertagen und Wochenenden schließen. Der Präsenzunterricht in höheren Schulen soll weiter eingeschränkt werden und die Lektionen online erfolgen.

Die Regierung in Rom hatte ihre Maßnahmen zum Corona-Schutz bereits im Laufe des Oktobers mehrfach verschärft. Seit einer Woche sind Theater und Kinos geschlossen. Bars und Restaurants dürfen nur noch bis 18.00 Uhr Gäste bedienen. Das 60-Millionen-Einwohner-Land hatte am Sonntag rund 30 000 Neuinfektionen in 24 Stunden registriert. Außerdem starben etwa 200 Menschen mit oder an Covid-19.

dpa

Nachweislich vier Schüler in der Schule infiziert

11:25
02.11.2020
Am Montag antwortete Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) auf eine parlamentarische Anfrage der CSV-Abgeordneten Claude Wiseler und Françoise Hetto-Gaasch. Die beiden Parlamentarier wollten wissen, wie viele Schüler seit der Rentrée positiv getestet wurden und wie viele Krankheitsübertragungen nachweislich in der Schule stattgefunden hätten. 

460 Schüler hätten sich zwischen dem Schulbeginn bis zum 23. Oktober außerhalb der Schule mit dem Virus infiziert, ohne dass es zu einer weiteren Übertragung im Unterricht kam. Insgesamt waren von dem sogenannten "Scénario 1" 591 Klassen betroffen, so Gesundheitsministerin Lenert in ihrer Antwort.

Bei 173 weiteren Schülern konnte die Infektionsquelle nicht abschließend bestimmt werden ("Scénario 2"). Davon waren 145 Klassen betroffen.

Zu einer nachweislichen Übertragung innerhalb der Schule kam es seit der Rentrée lediglich bei vier Schülern. Vier Schulklassen waren davon betroffen, so Ministerin Lenert.

Sarah Cames