In der italienischen Hauptstadt Rom ist es am Samstag bei
Protesten gegen die Corona-Politik der Regierung zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Nach Medienberichten versammelten sich auf dem zentralen Campo de' Fiori mehrere hundert Menschen.
Sie wandten sich gegen einen möglichen neuen Lockdown. Auf Videos und im Fernsehen war zu sehen, dass Flaschen und Feuerwerkskörper auf Polizisten flogen. Beamte gingen mit Schlagstöcken gegen die Menge aus oft jungen Menschen vor. Manche trugen Italien-Fahnen oder einen grün-weiß-roten Mundschutz.
Unter den Organisatoren seien rechtsradikale Kräfte gewesen. Am Abend gab es eine weitere Demo, in der linke Gruppen gegen soziale Probleme als Folge der Krise protestierten.
In anderen Städten gingen - wie an den Vortagen - ebenfalls Menschen auf die Straßen.
So gab es Proteste von Sport- und Kulturverbänden. In Mailand stellten Kritiker der Regierung leere Teller vor der Börse auf den Boden. Sie forderten auf Plakaten Geld, um durch die Krise zu kommen.
Die Regierung hat Kinos, Theater und Sportstudios aus Gründen des Infektionsschutzes geschlossen. Zugleich versprach sie, viele Betroffene mit Finanzspritzen zu unterstützen.
LW-Springer