Die Corona-Krise hat den Wasserverbrauch in Rheinland-Pfalz in bestimmten Bereichen verändert. So stellen einige Versorger eine
leichte Verschiebung des morgendlichen Höhepunkts beim Wasserverbrauch fest - vermutlich durch das verstärkte Arbeiten im Homeoffice. Zudem hat sich mancherorts der Verbrauch in Wohngebieten erhöht, was ebenfalls mit Heimarbeit zu tun haben könnte. Statt im Büro in Ballungszentren arbeiten viele Menschen nun an ihrem Wohnort. Das hebt dort den Wasserverbrauch.
Zum Beispiel Eva Lindner von der Energieversorgung Mittelrhein AG in Koblenz sagte,
der Höhepunkt beim Verbrauch habe sich von 5.30 Uhr oder 6.00 Uhr auf 7.00 Uhr verschoben. „Wir gehen davon aus, dass Schüler und Berufstätige, die im Homeoffice arbeiten, später duschen.“ Ähnliches berichtet Wolfgang Engler vom Zweckverband für Wasserversorgung (Pfälzische Mittelrheingruppe) in Schifferstadt: „Der morgendliche Peak hat sich ebenfalls um eine Stunde verschoben.“
„Wir können einen gewissen Mehrverbrauch spüren. Dies lässt sich voraussichtlich auf unser Versorgungsgebiet mit vielen Auspendlern zurückführen“, betonte Engler. Das bestätigt Melanie Brünner von den Stadtwerken in Frankenthal.
„Durch das vermehrte Homeoffice ist der Wasserverbrauch leicht angestiegen.“ Einen Unterschied stellen auch die Stadtwerke Kaiserslautern fest. „Der Verbrauch in typischen Industrie- und Gewerbegebieten ist deutlich gesunken“, sagte Sprecher Hans-Peter Frey. „In klassischen Wohngebieten sind die Wasserverbräuche merklich angestiegen.“
dpa