Am Donnerstagmorgen sprach Vizepremier, Arbeits- und Sportminister Dan Kersch im RTL-Interview über die Arbeit der Regierung in Zeiten von steigenden Corona-Neuinfektionen.
Wie bereits Gesundheitsministerin Paulettte Lenert, wies auch Kersch den Vorwurf zurück, die neuen Maßnahmen seien zu spät gekommen: "Man hätte es so nicht vorhersehen können. Wir waren in den vergangenen Monaten bereits mehrmals in der gleichen Situation, damals haben sich die Zahlen wieder eingependelt", so Kersch.
Die Entscheidungen, die man als Regierung treffe, müssten immer an die Situation angepasst sein. "Wir haben noch nicht alles umgesetzt", so Kersch. Sollten die Zahlen auch nächste Woche noch steigen, könnte es sein, dass die Maßnahmen noch einmal angepasst werden müssten. "Man muss nur einen Blick auf die Nachbarländer werfen, um zu sehen, wie das aussehen würde", erklärte Kersch.
Im Blick auf die kommende Ausgangssperre betonte der Vizepremier wie wichtig es gewesen sei, die Chamber in den Prozess mit einzubinden. Eine Ausgangssperre sei ein erheblicher Eingriff in die persönliche Freiheit, daher sei es der Regierung wichtig gewesen, sie durch das Parlament zu bringen und nicht per État de Crise anzuordnen.
Der Sportminister äußerte außerdem seine Überzeugung, mit der neuen Vierer-Regel einen guten Kompromiss gefunden zu haben. "In der ersten Welle haben wir den Sport komplett zurückgefahren, jetzt versuchen wir differenzierter heranzugehen", so Kersch. Die Vierer-Regel erlaube jedem, weiterhin Sport zu treiben, ohne mit einer erheblichen Infektionsgefahr einherzugehen.